11.04.2022
Allgemeines Gefahrenstufen-Niveau - Montag, 11. 4. 2022
Die Gefahr liegt im Grad 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Frühjahrssituation
Gefahrenmuster: Kruste mit Schnee bedeckt
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist aufgrund der großen Menge frisch gefallenen Schnees im Hochgebirge der Julischen Alpen ERHEBLICH, 3. Stufe, tiefer und anderswo MÄSSIG, 2. Stufe. Besonders gefährdet sind steile Hänge, auf denen mittelgroße Lawinen von trockenem Schnee abgehen werden, und Bereiche mit Windschnee, sowohl auf südlichen als auch nördlichen Hängen. Tiefer unten hat sich der Schnee nach der Abkühlung relativ gut mit dem Untergrund verbunden, dort sind vor allem die südlichen Hänge von Graten und Sätteln gefährlicher, wo Krusten entstanden sind.
Schneelage
Neuer Schnee ist weich, auf sonnigen Hängen und im Mittelgebirge liegt morgens eine Kruste an der Oberfläche, die tagsüber weich wird. Nur in schattigen Lagen des Hochgebirges ist der Schnee trocken und luftig. Viele Aufhängungen, sowohl auf nördlichen als auch südlichen Seiten von Graten und Sätteln, neue Lawinenplatten sind entstanden. Die Schneedecke ist stark vom Wind umgeformt. Es ist auch Reifhoar und facettierter Schnee aufgetreten, was eine schwache Schicht darstellen kann!
Erwartete Wetterentwicklung
Heute, Montag, meist klar. Mäßiger Südwestwind. Nach kaltem Morgen wird es deutlich wärmer. Temperatur um 1500 m mittags ca. 2, um 2500 m ca. -2 °C. Morgen und Mittwoch teilweise klar, vor allem etwas Wolkenschleierwolken, Wolken sammeln sich auch entlang der Hänge der westlichen und südlichen Julischen Alpen. Wind schwach, meist westlich bis südwestlich. Nullgradgrenze über den höchsten Gipfeln. Auch Donnerstag sonnig und warm.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Im Hochgebirge werden in den nächsten Tagen anspruchsvolle Bedingungen herrschen. Heute, Montag, erwärmt es sich schnell, daher treten mittags und nachmittags Nassschneelawinen auf. Wahrscheinlich lösen sich auch einige Krusten. Lawinengefährdet sind auch steile grasbewachsene Hänge. Die Schneedecke friert in der Nacht vor allem im Hochgebirge noch ein, tiefer wahrscheinlich nicht mehr. Die Lawinengefahr bleibt mindestens bis Dienstag nachmittag im Hochgebirge der Julischen Alpen meist ERHEBLICH, 3. Stufe, anderswo MÄSSIG, 2. Stufe. Die Gefahr wechselt auch im Tagesverlauf: morgens geringer, tagsüber steigt sie durch Sonne und tagzeitliche Erwärmung. Nächster Lawinenbericht erscheint Mittwoch, 13.4.2022.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 13. 4. 2022
Quelle: ARSO