11.05.2020
Die Lawinengefahr liegt auf der 1. Stufe der europäischen Fünf-Stufen-Skala – GERING.
Hauptproblem: günstige Bedingungen, nasser Schnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist heute meist GERING. Nur im Hochgebirge kann unter hoher Belastung eine kleine Südschneelawine ausgelöst werden.
Schneelage
Bei relativ warmem und windigem Wetter schrumpft die Schneedecke weiter. Auf ausgeprägten Nordhängen gibt es keine durchgehende Schneedecke mehr. Der Schnee ist meist gut umgewandelt. Heute hat es sich bezogen, die 0-°C-Isotherme liegt bei ca. 2800 m. Der Schnee ist in der Nacht nicht überfroren. Wegen allmählicher Abkühlung und bedecktem Wetter wird die Lawinengefahr heute nicht wesentlich zunehmen. Ausnahmen sind höhere Bereiche des Hochgebirges oberhalb 2300 m, wo es gelegentlich schneien wird.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist bedeckt, Gipfel in Wolken. Besonders in den Julischen Alpen sowie im westlichen Karawanken- und Kamnik-Savinja-Alpen gelegentliche Niederschläge, teils mit Gewitter. Es weht starker Südwestwind. Temperatur auf 1500 m ca. 7, auf 2500 m ca. 1 °C. Auch morgen meist bedeckt und neblig. Es gibt Niederschläge, die tagsüber nachlassen und stellenweise aufhören. Weniger Niederschlag im östlichen Gebirge. Die Schneefallgrenze kann kurz auf ca. 1200 m sinken. Es weht wechselnder Wind meist aus Nordost. Temperatur auf 1500 m ca. 2, auf 2500 m ca. 0 °C. Mittwoch meist bedeckt und neblig, Bewölkung nur gelegentlich aufreißend. Noch vereinzelte kleine Schauer. Wieder starker Südwestwind. Es wird wärmer. Auf 1500 m ca. 9, auf 2500 m ca. 3 °C. Wechselhaftes und recht windiges Wetter mit gelegentlichen Niederschlägen hält auch Donnerstag und Freitag an. Schneefallgrenze meist über unseren höchsten Gipfeln.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Heute schneit es nur gelegentlich in höheren Bereichen des Hochgebirges, morgen sinkt die Schneefallgrenze bis ins Mittelgebirge. Oberhalb ca. 2000 m Seehöhe können 10 bis 30 cm Südschnee fallen, mehr besonders im Hoch-Julischen. Unter 2000 m meist ca. 10 cm Neuschnee, im Mittelgebirge nur ein Zentimeter. Die Lawinengefahr wird daher im Hochgebirge Zunehmen auf MÄSSIG, 2. Stufe. Vor allem von steilen Hängen können sich spontan kleine bis mittelgroße Südschneelawinen lösen. Mittwoch wird es wärmer, die Gefahr von Südschneelawinen bleibt auf 2. Stufe. Durch ausgeprägtere Erwärmung ähnliche Lage auch Donnerstag, Freitag nimmt die Lawinengefahr ab.
Nächste Ausgabe: Montag, 30.11.2020
Quelle: ARSO