12.02.2016
BEWERTUNG DER LAWINENGEFAHR
Lawinengefahr ist in größeren Teilen unserer Berge oberhalb Seehöhe um 1500 m 3. Stufe, in niedrigeren Lagen sowie in östlichen Karawanken 1. bis 2. Stufe, abhängig von Seehöhe.
Mittwoch tagsüber fiel noch 5 bis 15 cm Schnee, gestern sonniges Wetter. Wind nachgelassen, Schneegrenze bei Seehöhe um 1000 m. Schneedecke sich langsam gesetzt, an südseitigen Hängen vor allem im Mittelgebirge tagsüber aufquellend und nachts vereist. Spontane Lawinen bereits weniger. Heute Morgen wieder Schneefall begonnen.
SCHNEELAGE und AKTUELLER ZUSTAND DER SCHNEEDECKKE
Schneedecke meist noch weich und luftig, nur im Mittelgebirge an südseitigen Hängen dünne Kruste entstanden. Viele Windlager, an windexponierten Lagen Schnee stark ausgeblasen.
In Julischen Alpen und westlichen Karawanken oberhalb um 1500 m Schnee von 120 bis um 200 cm, bei 1000 m von nur wenigen cm bis um 10 cm. Sonst in unseren Bergen bei 1500 m 30 bis 70 cm Schnee, höher in Kamnik-Savinja-Alpen und zentralen Karawanken auch über 80 cm. Schneedecke beginnt bei recht unterschiedlichen Höhen, aber erwähnenswerte Schneemenge meist oberhalb um 1000 m, im Nordosten auch tiefer.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute bewölkt mit Schneefall, der etwas ausgeprägter vor allem in südlicher und mittlerer Slowenien sein wird, so dass in Bergen voraussichtlich nur 5 bis höchstens 10 cm Schnee fallen. Schneefall wird nachmittags meist nachlassen, in den Bergen wieder nachts zum Samstag einsetzen. Morgen vormittags Niederschläge von Westen rasch abebben und Sonne erscheinen. Auch diesmal meisten Niederschläge in Südslovenien, in Bergen Nordsloweniens meist nur bis ca. 5 cm oder etwas mehr. Gelegentlich Südwestwind etwas auffrischen, der Schnee nur in Windlager an windexponierten Lagen trägt. Nacht zum Sonntag und Sonntag tagsüber wieder Niederschläge. Schneefallgrenze steigt, voraussichtlich in Höhe zwischen 900 und 1300 m über Meer. Mehr Niederschlag in westlichen Gebieten, so bis Montagmorgen in Juliern und westlichen Karawanken ca. 20 cm Neuschnee erwarten, sonst 5 bis 10 cm.
TENDENZ DER SCHNEELAGE
Schneedecke wird sich langsam setzen und umwandeln. Samstag tagsüber unter Sonneinfluss an beschienenen Lagen tagsüber aufquellen und nachts vereisen, daher Oberkruste entstehen. In Verschattung bleibt Schnee weich und luftig. Neuschnee bis Montagmorgen erhöht Lawinenrisiko nicht. Mit Unterlage meist gut verhaftet. In Seehöhen unter um 1300 m, wo Sonntag auch Regen möglich, Schnee etwas labilisiert, dort aber Schnee weit weniger, und meist auf freiem Untergrund geschneit, so auch kein erhöhtes Risiko.
Nächster Bericht erscheint MONTAG, 15.2.2016 vormittags.
Quelle: ARSO