12.03.2012
Am Wochenende war es trockenes und relativ sonniges Wetter.
Es wärmte sich langsam auf. Am Freitag und Samstag war es auf 1500 m noch um die Nullgrade oder leicht darüber, am Sonntag bereits um die 5 Grad, der Gefrierpunkt lag bei etwa 2000 m. Die Schneedecke hat sich vor allem auf sonnigen Hängen tagsüber aufgeweicht und nachts wieder gefroren, oberhalb 2000 m blieb sie meist gefroren. Der Wind, der zeitweise auch stärker blies, verstärkte die Oberflächenkruste zusätzlich.
Die Schneedecke ist meist mit einer Kruste bedeckt, die das Gewicht eines Menschen trägt. Nicht nur an windgepressten Stellen, sondern auch anderswo ist die Oberfläche vereist. Tagsüber wird der Schnee auf sonnigen Lagen weicher, teilweise auch im Hochgebirge. Auch in schattigen Lagen ist die Schneedecke meist krustig oder tiefer unten sogar hart.
Maßgebliche Schneedecke reicht in Nordhängen meist bis etwa 1100 m Seehöhe, auf Südhängen ist es deutlich höher schneefrei. Auf 1500 m Seehöhe sind in den Julischen Alpen bis ca. 60 cm Schnee, anderswo bis ca. 40 cm. Oberhalb 2000 m sind in den Julischen Alpen bis ca. 110 cm Schnee. Lawinengefahr ist Stufe 1. Die Schneedecke ist meist gut umgewandelt, nur stellenweise gibt es in der Tiefe noch nicht ausreichend verbundene Schichten, auf denen Schnee nur abrutschen kann, wenn die Schneedecke durch Sonne und hohe Temperatur weich wird oder durchweicht. Tagsüber steigt daher die Gefahr auf Südhängen leicht an. Gefährlich sind nur ausreichend steile Hänge sowie windgefüllte Stellen in Nordhängen, die bei stärkerer Zusatzbelastung abrutschen können. Vor allem an windgepressten Stellen und in schattigen Lagen besteht Rissgefahr.
Es bleibt sonnig. Der Gefrierpunkt liegt bei ca. 2000 m Seehöhe oder sogar etwas höher. Die Schneedecke wandelt sich weiter um und taut tiefer unten ab. Vor allem auf Südhängen durchweicht sie sich langsam bis zum Boden, sodass mittags und früh nachmittags unter ca. 1800 m Seehöhe Nassschneebodenlawinen von ausreichend steilen Hängen möglich sind.
Neuer Bericht wird am Mittwoch, 14.3.2012 herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr Stufe 1 nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO