12.04.2019
Gefahr Stufe 3 auf der europäischen 5-stufigen Skala - ERHEBLICH.
Hauptproblem: schwache Schichten, Windschnee, Neuschnee
Gefahrenmuster: Frühjahrssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge des größeren Teils unserer Berge oberhalb ca. 1800 m ü. N. ERHEBLICH, Stufe 3, tiefer meist GERING, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steilere Hänge oberhalb ca. 1800 m ü. N., wo sich bereits unter geringer Belastung der Schneedecke eine Lawine aus Neuschnee lösen kann, spontan können sich auch einzelne Lawinen aus schlecht verklebtem Neuschnee lösen. Tiefer ist die alte Schneedecke meist abgesackt und umgewandelt und daher stabil.
Schneelage
Seit Mitte der Woche ist im Hochgebirge der zentralen und östlichen Julischen Alpen, der Karawanken und Kamnik-Savinja-Alpen insgesamt bis zu 70 cm Schnee gefallen. Neuer Schnee ist weich und leicht. Durch Wind sind Verwehungen entstanden, vor allem an West- und Südhängen von Graten und Sätteln. Windexponierte Stellen sind vereist. Tiefer, wo Regen gefallen ist, ist Schnee nass.Da er bereits vollständig umgewandelt und abgesackt ist, rutscht er meist nicht.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute bewölkt und neblig. Gelegentlich leichter Schneefall lokal, aber Menge vernachlässigbar und beeinflusst Lawinenlage nicht. Schwacher bis mäßiger Nordostwind. Morgen bewölkt und stellenweise neblig ohne nennenswerte Niederschläge. Noch Wind aus Ostrichtungen. Ähnliches Wetter auch Sonntag. Vielleicht Aufreißen der Bewölkung in westlichen Julischen Alpen. Montag teilweise Aufklarung vor allem im westlichen Teil unserer Berge.
Tendenz der Schneelage
Schneedecke sackt durch niedrige Temperaturen und bewölkt-nebliges Wetter nur langsam ab. Wind verdriftet Schnee und bildet Verwehungen an Süd- und Westseiten von Graten und Sätteln. Nächste Woche sackt bei teilweiser Aufklarung und Zufluss etwas wärmerer Luft Schnee schneller um und ab, Schneedecke stabilisiert sich schrittweise, Kruste bildet sich vor allem an sonnigen Hängen.
Nächste Ausgabe: Montag, 15. 4. 2019
Quelle: ARSO