12.02.2024
Allgemeine Lawinengefahrenstufe - Montag, 12. 2. 2024
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen 5-stufigen Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: Nasser Schnee, Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenmuster: Rutschschnee
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr ist im größeren Teil unserer Berge oberhalb ca. 1800 m BEACHTLICH, 3. Stufe, tiefer GERING, 1. Stufe. Besonders gefährdet sind steilere Hänge mit Windschnee im Hochgebirge, wo sich spontan kleine sowie einzelne mittelgroße oder große Lawinen aus neuem, teilweise verdichtetem und auch trockenem Schnee lösen können. Schon bei geringer Belastung der Schneedecke kann ein Fußgänger oder Tourengeher eine Lawine auslösen. Etwas geringere Gefahr in den östlichen Karawanken sowie in den Kamnik-Savinja-Alpen.
Schneeverhältnisse
Am Wochenende gab es Niederschläge mit ziemlich hoher Schneegrenze. Meiste Niederschläge im südlichen und westlichen Teil der Julischen Alpen, wo oberhalb ca. 1900 m bis ca. 50 cm Schnee in drei Tagen fiel. Die Menge ist deutlich geringer nach Osten und in geringerer Höhe. Schnee war nass, oberhalb ca. 2200 m trockener. Während des Schneefalls wehte starker Südwestwind, daher ist Schnee stark verweht, der meiste Windschnee an Nord- und Ostseiten von Graten und Sätteln. Derzeit liegt die Nulllsotherm bei ca. 1300 m Seehöhe. Neuer Schnee ist vor allem in geschützten Lagen weich und locker, stellenweise aber durch Wind stark verdichtet. Schneehochstand sehr ungleichmäßig. Unterhalb ca. 1800 m Seehöhe ist Schnee vereist, dort fiel der meiste Niederschlag als Regen. Schnee taut ab, am Ende der Niederschläge fiel etwas Neuschnee.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute, Montag, meist trocken und ziemlich bewölkt, Wolken auflockern vor allem nachmittags. Meist schwacher Wind aus nördlichen Richtungen. Dienstag teilweise klar bei zeitweise zunehmender Bewölkung. Mäßiger Nordwind. Nulllsotherm zwischen 1400 und 1600 m ü. M. Mittwoch Aufwärmung, Nulllsotherm über 2000 m. Mäßig, zeitweise meist bewölkt. Schwacher, im Hochgebirge mäßiger Nord- bis Nordwestwind. Auch Donnerstag mäßig, zeitweise meist bewölkt mit ähnlichen Temperaturverhältnissen wie Mittwoch. Schwacher bis mäßiger Nordwestwind.
Tendenz Schneeverhältnisse
Heute und morgen ändern sich Schneehänge und Lawinenlage kaum. Durch tiefere Temperaturen bleibt Schnee im Hochgebirge trocken, tiefer teils vereist teils nass, je nach Seehöhe. Kein starker Wind und damit neue Schneelager oder nur wenig. Sonne wirkt morgen, dienstags, etwas ein, aber nicht stark. Mittwoch und Donnerstag krustet durch Erwärmung Schnee etwas stärker, auch im Hochgebirge, besonders bei genügend Sonne an Südhängen. Lawinengefahr steigt leicht, längerfristig setzt sich die Oberfläche des Neuschnees ab und härtet nach. Auch Kruste bildet sich. Tiefer können sich einzelne Nassschneelawinen vor allem von steilen Hängen lösen.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 15. 2. 2024
Quelle: ARSO