13.01.2020
Gefahrstufe 2 auf der europäischen Fünfstufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Kälte
Einschätzung des Risikos
Die Lawinengefahr ist derzeit im Hochgebirge oberhalb etwa 1800 m Seehöhe MODERAT, Stufe 2, tiefer meist GERING, Stufe 1. Gefährdet sind steilere Hänge mit Windschnee, wo bei stärkerer Belastung Plattenlawinen ausgelöst werden können. Unter etwa 1800 m ist deutlich weniger Schnee, daher ist dort die Lawinengefahr gering.
Schneelage
Die Schneedecke ist besonders an sonn- und windexponierten Stellen krustig und hart. Schnee ist auf Gipfeln und Graten stark ausgetragen, oft bis zum vereisten Untergrund. Es besteht erhöhtes Abrutschrisiko. Oberhalb 2200 m und in schattigerem Gelände gibt es noch Bereiche mit schlecht umgewandeltem Schnee. Es gibt auch erheblichen Windschnee in Form von Verwehungen und Platten.
Erwartete Wettersituation
Trockenes Wetter hält an. Heute teilweise klar, gelegentlich verstärkte hohe Bewölkung. Schwacher bis mäßiger Südwestwind. Temperatur um den Gefrierpunkt. Dienstag und Mittwoch bildet sich vor allem im Vorland der Julischen Alpen tiefhängende Bewölkung, die sich gelegentlich auch auf andere Teile des Mittelgebirges ausdehnen kann. Im Hochgebirge bleibt es meist klar. Schwacher bis mäßiger Südwestwind hält an. Dienstag Temperatur um den Gefrierpunkt, Mittwoch etwas wärmer.
Tendenz der Schneelage
Die Schneedecke wandelt sich weiter langsam um. Die Kruste verstärkt sich, vereiste Flächen nehmen zu. Lawinenlage ändert sich kaum.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 15.1.2020
Quelle: ARSO