13.04.2015
BEWERTUNG DER GEFAHR
Die Lawinengefahr liegt meist bei Stufe 1, steigt jedoch tagsüber durch Sonneneinstrahlung auf Stufe 2 an.
Die Schneedecke ist zwar meist stabil, weicht jedoch mittags und nachmittags vor allem auf sonnenexponierten Hängen etwas auf und wird labil.
Das Risiko ist gering. Spontan können sich nur kleine Schneebrettlawinen und Sulzlawinen auf Schattlagen mittags und nachmittags lösen. Eine Lawine kann man auf sehr seltenen steilen Hängen auslösen, vor allem bei stärkerer Mehrbelastung besonders mittags und nachmittags, wenn die Schneedecke durch Sonneneinstrahlung durchfeuchtet und an der Oberfläche weich wird.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
In den Bergen war es in den letzten Tagen meist klar und warm. Die Schneemarge lag samstags um 2700 m, sonntags bei 2400 m, heute wieder über 2500 m. Die Schneedecke hat sich tagsüber auch auf sonnenexponierten Hochlagen durchfeuchtet, nachts gefroren. Tiefer unten taut sie. In schattigen Lagen des höchsten Teils unserer Berge hat sich der Schnee langsamer umgewandelt, tagsüber blieb er dort meist gefroren.
In den Julischen Alpen gibt es in 2500 m Höhe bis ca. 190 cm Schnee, in 1500 m bis ca. 60 cm. Sonst in unseren Bergen weniger Schnee, in 1500 m bis 20 cm. Erhebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 1300 m Seehöhe, auf Schattlagen meist über 1800 m.
AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
Die Schneedecke ist in höheren Schattlagen meist mit Kruste bedeckt, sonst hauptsächlich hart und stellenweise vereist, Schnee an windexponierten Stellen bis zur alten Unterlage weggeweht. Tagsüber weicht Schnee bei Sonneneinstrahlung auf sonnenexponierten Hängen auf und friert nachts zu.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute meist klar. Nachts streift uns eine abgeschwächte Kaltfront. Mehr Bewölkung. Morgen tagsüber mäßig bis meist bewölkt, vereinzelt schwache Schauer möglich. Nachmittags allmählich Aufklarung. Leicht kühler, Schneemarge vorübergehend unter 2200 m, bis abends wieder etwas wärmer. Mittwoch sonnig mit ähnlichen Temperaturen wie am Wochenende.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Auf Schattlagen weicht die Schneedecke tagsüber auf und wird bedingt instabil. Daher steigt die Lawinengefahr vor allem auf sonnigen Lagen auf Stufe 2. In der Nacht auf Dienstag friert die Schneedecke wegen zunehmender Bewölkung nicht oder nur stellenweise und nicht so ausgeprägt wie bei klarem Himmel. In Hochlagen friert sie jedoch durch Abkühlung. Morgen vormittags beeinflusst die Sonne den Schneedeckenzustand kaum, erst nachmittags wird der Sonneneinfluss schrittweise wieder etwas stärker. Morgen bleibt die Schneedecke in Hochlagen tagsüber vorübergehend stabiler.
Nächster Bericht erscheint am Mittwoch, 15.4.2015.
Quelle: ARSO