1.04.2016
LAWINENGEFAHR-STUFE
Die Lawinengefahr ist MAßIG, Stufe 2.
Die Schneedecke ist durch Tauwetter weich geworden und etwas weniger stabil. Bei sonnigem Wetter wird der Schnee auf sonnigen Hängen tagsüber noch zusätzlich weicher. Von steilen Hängen können Nassschneelawinen spontan abrutschen, auf steilen grasbewachsenen oder laubbedeckten Hängen sind Grundlawinen von Nassschnee möglich. Schnee kann durch starke Zusatzbelastung ausgelöst werden, vor allem an Stellen mit windgepresstem Schnee.
SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
In den Bergen setzt sich das ziemlich sonnige Wetter fort, gelegentlich wolkiger, besonders im westlichen Teil unserer Berge. Die Reifgrenze ist heute bis zu den höchsten Gipfeln gestiegen. Bei windigem Wetter ist der Schnee auch nachts nicht gefroren, außer in geschützten Lagen im Hochgebirge. Tiefer unten taut der Schnee schnell, besonders auf sonnigen Hängen.
In den Julischen Alpen sind auf 2500 m 250 bis ca. 330 cm Schnee, auf 1500 m 130 bis ca. 250 cm, auf 1000 m bis ca. 10 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 40 bis ca. 90 cm Schnee, weniger nach Osten. Erwähnenswerte Schneedecke beginnt in Seehöhe ca. 900 m, auf sonnigen Seiten auch oberhalb 1100 m.
Die Schneedecke ist derzeit weich, nur im Hochgebirge und in geschützten Lagen friert sie nachts ein und wird tagsüber wieder weich. In schattigen Hochgebirgslagen ist der Schnee stellenweise noch relativ schlecht umgewandelt, meistens ist er krustig. An windexponierten Stellen ist der Schnee stark windgepresst. Morgens ist die Oberfläche stellenweise im Hochgebirge hart und vereist.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute teilweise klar mit gelegentlich zunehmender Bewölkung, etwas Bewölkung auch im Osten. Es weht mäßiger, stellenweise noch starker Südwestwind, der nachmittags nachlässt.
Morgen zunächst mäßig bis meist bewölkt, tagsüber Aufklarungen. Etwas kühler vor allem unter ca. 2000 m, höher oben keine großen Temperaturunterschiede.
Am Sonntag wird das Wetter wieder ähnlich wie heute. Die Reifgrenze steigt wieder bis zu unseren höchsten Gipfeln.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Schneedecke setzt sich heute schnell ab und taut im Mittelland ab. In der Nacht zum Samstag friert sie ein, tagsüber wird sie aber durch etwas niedrigere Temperaturen und anfänglich zunehmende Bewölkung nicht so weich. Die Lawinengefahr nimmt vorübergehend etwas ab. Am Sonntag weicht der Schnee durch sonnigeres Wetter auch im Hochgebirge wieder auf und die Abbruchsmöglichkeit steigt etwas, besonders tagsüber auf sonnigen Hängen.
Nächster Bericht wird am MONTAG, 4.4.2016, vormittags herausgegeben.
Quelle: ARSO