14.03.2014
Soniges und relativ warmes Wetter hält an. Die Schneegrenze ist in den vergangenen Tagen auch bis zu den höchsten Gipfeln gestiegen. Die Schneedecke hat sich rasch umgewandelt, gesetzt und in tieferen Lagen reichlich geschmolzen. Selbst nachts hat die Schneeoberfläche an vielen Stellen nicht richtig gefroren.
Mittags und nachmittags haben sich auf steileren Südhängen einzelne Südschneelawinen gelöst.
Die Schneedecke reicht bis etwa 800 m Seehöhe, an Südhängen bis etwa 1300 m. Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig.
Am meisten Schnee oberhalb 1800 m liegt in den westlichen Julischen Alpen, wo er stellenweise über 600 cm beträgt, anderweitig in den Julischen Alpen in höheren Lagen bis etwa 500 cm, in den zentralen Karawanken und Kamnik-Savinja-Alpen bis etwa 200 cm. Auf 1500 m in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken bis etwa 300 cm, anderweitig 80 bis 130 cm. Die Schneedecke ist stellenweise verkrustet, in teilschattigen Lagen morgens vereist und hart. Tagsüber weicht der Schnee auf sonnigen Hängen stark auf. In schattigen Lagen bleibt der Schnee noch wenig umgewandelt und vor allem im Hochgebirge noch weich. Viel Schneewehen und -platten.
Die Lawinengefahr liegt meist bei Grad 2.
Die Schneedecke ist meist mäßig stabil. Besonders gefährdet sind steile Hänge. Problematisch bleiben vor allem steilere schattige Stellen mit Schneewehen. Auch an Südhängen wird die Schneedecke bereits vormittags instabiler, die Oberfläche weicht auf und rutscht auf steileren Hängen bei Belastung über etwas härtere Unterschichten ab, eine Nassschneelawine kann spontan abgehen. Nachts ist die Schneedecke nur etwas stabiler.
Trockenes Wetter hält bis zur zweiten Hälfte der nächsten Woche an. Meist sonnig, nur vorübergehend von Norden Bewölkung am Samstagnachmittag und in der Nacht zum Sonntag. Samstags weht mäßiger Westwind, dabei können tagsüber stellenweise in den Bergen niedrige Wolken einziehen. Etwas kühler, Schneegrenze sinkt vorübergehend auf etwa 2000 m. Sonntags verstärkt sich der Nordwest- bis Nordwind. In der ersten Hälfte der nächsten Woche wieder wärmer.
Der Schnee setzt sich weiter um, wandelt sich um und schmilzt in tieferen Lagen.
Die Schneedecke stabilisiert sich allmählich, instabiler bleiben steilere Hänge, vor allem Südhänge mittags und nachmittags sowie höhere schattige Hänge mit Schneewehen.
Das nächste Schnebericht erscheint am Montag, 17.3.2014 früh.
Allgemeine Lawinengefahr Grad 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO