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Neuigkeiten / Schneelage 15.2.2016

Schneelage 15.2.2016

15.02.2016
LAWINENGEFAHR



Die Lawinengefahr ist im Großteil unserer Berge oberhalb ca. 1500 m Seehöhe 3. Stufe, in tieferen Lagen und in den östlichen Karawanken 1. bis 2. Stufe, abhängig von der Seehöhe.



Von Freitag bis heute Morgen sind oberhalb 1500 m 30 bis 80 cm Neuschnee gefallen. Die 0-°C-Isotherme lag samstags noch zwischen 500 und 1000 m, sonntags stieg sie auf 1500 m, heute Morgen liegt sie bei 1800 m über Meer. Mit der Hebung der Schneegrenze hat sich der Schnee unter 1800 m schneller abgesetzt, höher oben blieb er trocken und weniger haftfähig. Die Schneedecke besteht aus einer großen Anzahl von Schichten, von denen einige untereinander schlecht verbunden sind. Spontanes Lawinenabgehen ist gering. Die Schneedecke ist potenziell instabil und bei stärkerer Belastung, wie sie z.B. ein Wanderer oder Tourenskifahrer darstellt, besteht hohe Auslösungswahrscheinlichkeit für eine Lawine.





SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND



Die Schneedecke ist größtenteils noch weich und oberhalb ca. 1800 m locker. Viele Windpackungen, an windexponierten Hängen ist der Schnee stark ausgehärtet.



In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken oberhalb ca. 1500 m 170 bis ca. 200 cm Schnee, in 1000 m nur wenige cm bis ca. 20 cm. Sonst in unseren Bergen in 1500 m 40 bis 80 cm Schnee, höher in den Kamnik-Savinja-Alpen und zentralen Karawanken auch über 80 cm. Die Schneedecke beginnt in stark unterschiedlichen Höhen, aber nennenswerte Mengen meist oberhalb ca. 1000 m, im Nordwesten auch tiefer.





ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG



Heute bewölkt, tagsüber beginnen Niederschläge. Die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht zum Dienstag auf ca. 500 m über Meer. Niederschläge hören bis dienstags früh auf, spätestens im Westen. Oberhalb 1000 m 5 bis 15 cm Schnee. Morgen bewölkt. Tagsüber beginnen Niederschläge, die bis abends das ganze Land erfassen. Schneefallgrenze ca. 500 m über Meer. Oberhalb 1000 m 20 bis 40 cm Neuschnee. Im Mittelgebirge weht mäßiger bis starker Ostwind, der Windpackungen aufbaut. Mittwoch tagsüber hören Niederschläge auf, spätestens im Westen. Wind dreht auf Süden und nimmt ab. Donnerstag und Freitag trocken.





TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE



Die Schneedecke setzt sich langsam ab und wandelt sich um. Der erwartete Neuschnee von heute bis einschließlich Mittwoch erhöht zusätzlich die potenzielle Labilität der Schneedecke. Im Mittelgebirge, wo die Schneedecke feucht ist, verbindet sich der Neuschnee besser mit dem Untergrund, höher verdickt er die aktuelle trockene Schicht lockerer Schnee und erhöht die Instabilität der Schneedecke.



Nächster Bericht erscheint FREITAG, 19.2.2016 nachmittags.



Quelle: ARSO
         
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