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Neuigkeiten / Schneelage 15. 3. 2023

Schneelage 15. 3. 2023

15.03.2024
Allgemeine Lawinenstufe - Freitag, 15. 3. 2024
Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation

Gefahrenbewertung
Lawinengefahr ist MÄSSIG, Stufe 2. Schneebrett ist meist stabil. Die Stabilität verschlechtert sich tagsüber bei Sonnenschein auf allen ausgeprägten Südhängen, wo Nassschneelawinen ausgelöst werden können. Morgens ist Schnee meist vereist, stellenweise im Hochgebirge besonders an windexponierten Stellen hart und vereist, dort besteht Abrutschgefahr. In Hochgebirgskesseln ist Schnee noch trocken und stellenweise windgepresst auf Reifkornschicht - dort besteht Risiko für Plattenabgang bei Zusatzbelastung.

Schneeverhältnisse
Schneebrett verändert sich bei warmem sonnigem Wetter rasch - besonders an Südhängen, wo Oberfläche bis zu höchsten Gipfeln krustig geworden ist. An stärksten Südhängen unter 2300 m hat oberste Krustenschicht sich dick genug vereist, um Skifahrer und Fussgänger zu tragen, tagsüber weicht sie auf, besonders bei Sonne. Im Windschatten von Wäldern und Kesseln war Vereisung weniger intensiv, dort bricht Kruste noch unter Fussgänger durch. Im Schatten im Hochgebirge ist Schnee stellenweise trocken, vielfach verdichtet durch Windwirkung. An Hängen bis 2000 m Seehöhe lauert unter Kruste feuchter nicht haftfähiger Schnee. Morgens und vormittags ist Schneebrett an Südhängen unter ca. 2000 m stabil, da harte Kruste Belastung von Skifahrer und Fussgänger gut trägt ohne Überlastung tieferer Schichten. An Südhängen über 2300 m hat sich Schneebrett noch nicht dick genug vereist, daher besteht noch Risiko für Abgang haftfähigen Schnees durch Überlastung von Windräumen vor allem nahe Graten. Im Tagesverlauf können an stärksten Südhängen (zuerst SO-Hänge, dann S, zuletzt SW) Schneeoberfläche so aufweichen, dass sie nicht haftfähig und instabil wird. Dann und dort kann spontan oder bei Zusatzbelastung Nassschneelawine abgehen. In Hochgebirgskesseln sind Verhältnisse noch winterlich, bei Zusatzbelastung kann wegen vorhandener schwacher Schichten (Reifkorn) im Schneebrett an nicht steilsten Hängen (unter ca. 50°) Plattenlawine abgehen. Besonders nahe Graten ist Schnee stellenweise bis alte vereiste Basis oder bis Eiskruste (von Regen vor einer Woche) abgeweht, die sich bis 2200 m Höhe gebildet hat.

Witterungsentwicklung erwartet
Freitag teils klar mit zeitweiser Zunahme der Bewölkung. Nullgradgrenze um 2400 m. Meist schwache Winde aus Nordrichtungen, nachmittags im Mittelgebirge vorübergehend schwacher Westwind. Samstag vormittags bewölkt mit geringen Niederschlägen. Schneefallgrenze um 1900 m. Bis ca. 5 cm Neuschnee möglich. Nachmittags teils Aufklarung, einzelne vor allem Schneeschauer. Leichte Abkühlung, 0°C um 2100 m. Schwache Winde, im Hochgebirge stellenweise mässig aus Nordrichtungen. In der Nacht auf Sonntag Aufklarung, nach sonnigem Vormittag nachmittags erneute Bewölkung. Schwacher Westwind. Temperaturverhältnisse ähnlich Samstag. Morgens durch klare Nacht Schnee vereist. Montag meist bewölkt und stellenweise neblig. Besonders mittags und nachmittags lokale Schauer, Schneefallgrenze um 1800 m über Meer. Meist Nordwestwind, im Hochgebirge schwach bis mässig, tiefer schwach.

Tendenz Schneeverhältnisse
Samstagsniederschläge werden Schneehülle und Lawinenlage kaum beeinflussen. Temperaturschwankungen wirken günstig auf allmähliche Umwandlung und Krustung. Im Mittelgebirge, besonders an sonnigen Lagen, nimmt Schnee ab. Nachts vereist er, tagsüber taut auf je nach Bewölkung und Seehöhe. Langfristig stabilisiert sich Schneebrett langsam, da kein markanter Tauwetter oder Regen in der kommenden Woche erwartet wird. Über ca. 2200 m langsamerer Umsatz (und tagestägliches Schmelzen und nächtliches Vereisen), in schattigen Lagen bleibt Schnee trocken oder vereist.

Nächste Mitteilung: Montag, 18. 3. 2024

Quelle: ARSO
         
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