16.02.2015
BEWERTUNG DER GEFAHR
Lawinengefahr meist 2. Stufe.
Die Schneedecke hat sich etwas stabilisiert, ist aber örtlich noch potenziell instabil und schlecht verankert. Eine Lawine kann bei stärkerer Belastung der Schneedecke ausgelöst werden. Besonders gefährdet sind steilere Hänge und windgeformte Schneeflächen.
Spontanes Lawinenabgang wird nicht erwartet.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
Samstag war meist bewölkt und neblig, im Gebiet der westlichen und südlichen Teile der Julischen Alpen schneite es stellenweise leicht, fiel aber weniger als 10 cm Schnee. Sonnig war es auf dem Pohorje und teilweise in den östlichen Karawanken. Auch Sonntag war in den Julischen Alpen bewölkt und neblig. Anderweitig klärte es sich tagsüber auf. Die Temperatur war die ganze Zeit unter null oder um 0 Grad. Die Schneedecke wandelte sich langsam um, etwas schneller auf sonnigen Hängen bei Sonneneinstrahlung. Die Schneehöhe ist stark uneinheitlich. In 2500 m Seehöhe Schnee bis ca. 180 cm, in 1500 m bis ca. 100 cm, in 1000 m von 20 bis ca. 60 cm.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist trocken und meist krustig, an windexponierten Lagen und sonnigen Hängen auch hart, nur in geschützten schattigen Lagen noch weich. Tagsüber auf sonnigen Hängen und Mittelgebirgsplateaus wird sie feucht oder weich, nachts gefriert sie wieder. Viele Windhäufungen und Platten sind noch relativ instabil.
Grate sind meist stark ausgefegt und daher an vielen Stellen hart und vereist, stellenweise bis auf den blanken Untergrund ausgefegt.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Das Gefrierenniveau liegt heute bei ca. 1300 m Seehöhe, morgen etwas tiefer. Heute in den Bergen teils klar, aber viel Bewölkung und Nebel an vielen Orten. Die Schneedecke wird heute auf sonnigen Hängen und im Mittelgebirge tagsüber feucht, nachts gefriert sie. Bei Bewölkung bleibt der Schnee in den Bergen gefroren.
Morgen ähnliches Wetter, gelegentlich etwas Sonne an höheren Gipfeln, Bewölkungsgipfel über 2000 m. Sonnig in den westlichen Juliern und vielleicht im äußersten Westen der Karawanken. Der Schnee wandelt sich daher nur langsam um, bleibt meist gefroren, außer an sonnigen Stellen, wo er auf sonnigen Hängen tagsüber feucht wird.
TENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Lawinenlage ändert sich in den meisten unserer Berge bis Mitte der Woche kaum. Vor allem auf sonnigen Hängen konsolidiert und stabilisiert sich der Schnee allmählich, in schattigen Lagen langsamer.
Donnerstag und Freitag kann die Gefahr bei erwarteter vorübergehender Erwärmung zunehmen.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
MÄSSIG - wegen windtransporiterten Schnees, Platten und schwachen Schichten in der alten Schneedecke.
Nächster Bericht erscheint Mittwoch, 18.2.2015 nachmittags.
Quelle: ARSO