16.04.2018
Allgemeine Lawinenstufe - Montag, 16.4.2018
Die Gefahr beträgt Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: Nasser Schnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit BEACHTLICH, Stufe 3. Die Schneedecke friert über Nacht, taut tagsüber auf und wird mittags labiler. Gefährlich sind steilere Hänge, insbesondere sonnige, sowie windgepresste Stellen im Hochgebirge. Von steilen grasigen Hängen können noch einzelne Feuchtschneelawinen abrutschen.
Schneelage
Am Wochenende war es zunächst sonnig, dann bewölkt, aber recht warm. Die Schneehöhenlage lag über unseren Gipfeln. Schnee schmolz und setzte sich, nachts gefror er, tagsüber taute er auf. Die Schneedecke ist vor allem an Nordhängen noch schlecht umgewandelt. Die Schneelage hängt vom Wetter ab. Bei Bewölkung friert der Schnee nicht und ist auch morgens weich und südseitig. Die Schneefallgrenze bei möglichen Niederschlägen liegt hoch, nur an höchsten Gipfeln kann es gelegentlich schneien.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist bewölkt und gelegentlich neblig. Besonders mittags und nachmittags lokale Schauer und Gewitter, möglich auch einzelne Starkregen. Schneefallgrenze bei ca. 2300 m ü. NN. Auch morgen bewölkt und neblig, aber lokale Niederschläge seltener und schwächer als heute, meist nur nachmittags. Nordostwind. Ab Mitte der Woche sonnig.
Tendenz der Schneelage
Die Schneedecke taut in tieferen Lagen ab und verschwindet, in höheren Lagen setzt und wandelt sie sich rasch um. Von steilen Hängen kann nasser Schnee abrutschen. Höheres Risiko für Schneebrecher mittags und nachmittags, besonders ab Mitte der Woche. Die Lawinengefahr nimmt langsam ab, aber da in den Bergen noch viel Schnee liegt, stabilisieren sich die Verhältnisse im Hochgebirge nicht bald. Morgens und vormittags ist die Schneedecke recht stabil.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 19.4.2018
Quelle: ARSO