16.05.2016
Allgemeine Lawinengefahrenstufe - Montag, 16. 5. 2016
Gefahr Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: schwache Schichten
Gefahrenmuster: vn10 Frühlingssituation
Risikobewertung
Gefahr in den Bergen über ca. 2000 m ü. M. mittags und nachmittags durch tägliche Erwärmung MÄSSIG, Stufe 2, im Rest des Tages und tiefer, wo wenig Schnee liegt, GERING, Stufe 1. Lawine nur bei starker Zusatzbelastung auf steilen Hängen und windgepressten Stellen auslösbar, höhere Wahrscheinlichkeit an schattseitigen Hängen. Besonders heute und morgen möglich noch einzelne Nassschneelawinen vom Wochenend-Schnee im Hochgebirge.
Schneelage
LAGE im Hochgebirge winter-frühlingshaft. Wochenende meist bewölkt mit gelegentlichen Niederschlägen in den Bergen. Schmelzgrenze von anfänglich 2400 m auf unter 2000 m gesunken. Gelegentlich auch unter 1500 m ü. M. geschneit, aber nennenswerte Mengen nur über ca. 2000 m, bis ca. 20 cm, stellenweise mehr. Tiefer geschmolzen. In Julischen Alpen auf 2500 m 270 bis ca. 300 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 40 cm. Sonst in unseren Bergen bis ca. 60 cm Schnee. Verdichtete Schneedecke beginnt stark unterschiedlich hoch, liegt aber meist im Hochgebirge. Schnee meist nass. Neuer Schnee über ca. 2000 m nachts gefroren, tagsüber weich. Alte Schneedecke bereits gut umgewandelt, daher härter.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Heute noch wechselnd bewölkt mit lokalen Schauern vor allem nachmittags. Morgen ähnlich, aber vormittags mehr Sonne als heute, weniger Nachmittagsschauern. Mittwoch sonnig mit tagszeitlicher Quellwolkenentwicklung. Nachmittagsschauern unwahrscheinlich. Donnerstag wieder bewölkter, gelegentlich leichter Regen, oberhalb ca. 2300 m leichter Schneefall. Nach Donnerstag wieder recht sonnig und allmählich wärmer. Schmelzgrenze steigt schon Freitag tagsüber bis höchste Gipfel, dann höher. Keine nennenswerten Niederschläge auch Anfang nächste Woche.
Tendenz Schneelage
Schneedecke schmilzt langsam, auch höher. Neuer Schnee wandelt sich schnell um. Donnerstag höchstens wenige cm Schnee, kein Einfluss auf Lawinenlage. Lage typisch frühlinghaft. Unter Sonneneinfluss weicht Schneedecke tagsüber stärker auf, friert nachts bei klaren Nächten zu. Etwas Vorsicht nötig vor allem auf steilen Hängen im Hochgebirge mittags und nachmittags. Morgens Rutschgefahr auf hartem, gefrorenem Schnee. Ab heute enden regelmäßige Schneedeckenberichte. Berichte wieder ab ca. 15. November 2016 oder später, falls damals noch keine nennenswerte Schneedecke, bei Bedarf früher bei starker Schneefall.
Quelle: ARSO