17.11.2017
Allgemeine Lawinenstufe - Freitag, 17.11.2017
Die Gefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, frischer schlecht verklebter Schnee mit Wind
Einschätzung der Lage
Lawinengefahr oberhalb ca. 1500 m MÄSSIG, Stufe 2, tiefer unten GERING, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steilere Hänge mit WINDTRANSPORTIERSEM SCHNEE, wo bei Belastung des Schneebretts eine Plattenlawine ausgelöst werden kann. Auch steile grasbewachsene Hänge, die vor dem Schneefall frei waren, sind gefährlich. Spontane Lawinen sind unwahrscheinlich.
Schneelage
Mittwoch und Donnerstag meist bewölkt in den Bergen, kein starker Wind. Nullgradgrenze Mittwoch um 900 m, Donnerstag vorübergehend über 2000 m. Bis heute Morgen wieder auf ca. 1300 m n.m. gesunken. Schneebrett hat sich nur langsam abgesetzt und schlecht umgewandelt. Schnee im Hochgebirge meist weich und leicht, tiefer unten gestern verdichtet und heute durch Abkühlung gefroren, besonders windexponierte Lagen mit dünner Kruste an der Oberfläche. Viele Verwehungen, Grate und Gipfel stark ausgefegt, stellenweise bis blank. Schneebrett beginnt in stark unterschiedlichen Lagen.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute bewölkt und neblig, stellenweise einzelne Schneefälle. Morgen meist klar, Sonntag wieder wechselnd bewölkt mit einzelnen Schneeschauern am Nachmittag. Nordwind nimmt zu. Temperaturverhältnisse ändern sich nicht wesentlich.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Durch kaltes Wetter setzt sich das Schneebrett weiter nur langsam ab und umwandelt sich. Auch Samstag bei sonnigem Wetter hat die Sonne wenig Einfluss auf die Umwandlung. Sonntag trägt der Wind an exponierten Stellen besonders im Hochgebirge noch Schnee. Lawinengefahr im Hochgebirge bleibt meist MÄSSIG, Stufe 2.
Nächste Ausgabe: Montag, 20.11.2017
Quelle: ARSO