18.01.2020
Die Lawinengefahr beträgt Stufe 1 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala – GERING.
Hauptproblem: Neuschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenlage
Die Lawinengefahr ist in den Bergen meist GERING, Stufe 1. Aufgrund der harten und teils vereisten Oberfläche besteht vor allem morgens und teils vormittags Rutschgefahr, ähnlich auch an Stellen, wo Schnee ausgehärtet ist.
Schneelage
Die Schneedecke ist besonders an sonn- und windexponierten Hängen krustig und hart. Schnee an Gipfeln und Graten stark ausgehärtet. Erhöhtes Rutschrisiko besteht. Oberhalb 2200 m liegen in schattigen Lagen noch Bereiche mit schlecht umgewandeltem Schnee, wo der Schnee auch weich ist. Viele Windtransportansammlungen in Form von Windkissen und -platten.
Erwartete wetterliche Entwicklung
Heute meist klar, nur im Mittelland besonders im Osten mäßig bis meist bewölkt und stellenweise neblig. Schwacher Südwestwind. Vorübergehend wieder etwas wärmer in Höhenlage. Morgen bewölkt und stellenweise neblig. Vormittags setzt Schneefall in den Julischen Alpen und im Vorland ein, nachmittags allmählich weiter östlich. Nordostwind setzt ein, Abkühlung. Im Bereich der Julischen Alpen erwarten wir 10 bis ca. 20 cm Neuschnee, anderswo bis 10 cm. Sonntag trocken, tagsüber von Westen her Aufklarung. Verstärkter Nordostwind. Noch kälter. Montag mäßig bis meist bewölkt und stellenweise neblig. Höchste Gipfel können über den Wolken liegen. Weniger bewölkt in den westlichen Julischen Alpen. Noch weht Ost- bis Nordostwind.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Heute ändert sich die Lawinenlage nicht. An sonnseitigen Hängen taut Schnee tagsüber auf und friert nachts wieder zu. Morgen schneit es. Neuer Schnee verbindet sich schlecht mit der meist harten oder krustigen Unterlage, daher entsteht darunter eine schwache Schicht. Nordostwind transportiert neuen Schnee in Windkissen. Neue Platten entstehen. Auch Sonntag und Montag transportiert der Nordostwind Schnee weiter, bei niedrigen Temperaturen bleibt Schnee trocken oder vereist. Die Lawinengefahr erhöht sich SAMSTAG. An steilen Hängen lösen sich spontan Lawinen aus neuem, schlecht verbundenem Schnee. In den Folgetagen können auch Plattenlawinen an steileren Hängen abrutschen. Da aber nicht viel Neuschnee fällt, bewerten wir die Erhöhung auf Stufe 2. Bei stärkeren Niederschlägen als heute erwartet, kann sich die Lawinenlage weiter verschlechtern.
Nächste Ausgabe: Montag, 20.1.2020
Quelle: ARSO