18.04.2019
Die Lawinengefahr beträgt Grad 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala – MÄSSIG.
Hauptproblem: schwache Schichten, Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Frühjahrssituation
Gefahrenabschätzung
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge des Großteils unserer Berge oberhalb ca. 1700 m MÄSSIG, Grad 2, tiefer in der Regel GERING, Grad 1. Besonders gefährdet sind steilere, vor allem sonnige Hänge oberhalb ca. 1800 m. Dort können Nassschneelawinen spontan abgehen. Im Hochgebirge sind noch Plattenlawinen bei hoher Zusatzbelastung möglich. Tiefer ist die alte Schneedecke meist gut gesetzt und umgewandelt und somit stabil. Die Gefahr nimmt mittags und nachmittags auf sonnigen Hängen durch Sonneneinstrahlung zu.
Schneelage
Bei Sonnwetter wird der Schnee tagsüber weich, nachts gefriert er. Es bildet sich Kruste, die in schattigen Hochlagen noch fehlt. Dort ist der Schnee weich und trocken. Windoffene Stellen sind blank, die meisten Platten an West- und Südhängen von Graten und Pässen. Tagsüber ist Schnee an sonnigen Hängen weich und feucht.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute meist klar, etwas flache Kumuluswolken vor allem nachmittags. Meist schwacher Wind aus Nord. Schneefallgrenze steigt tagsüber über 2000 m. Morgen mäßig bewölkt, stellenweise zeitweise bedeckt. Einige Gipfel zeitweise bewölkt. Mehr Sonne im Westen. Schwacher bis mäßiger Wind aus Ost bis Nordost. Etwas kühler. Freitag und Samstag meist klar und wieder wärmer.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Schneedecke friert nachts, tagsüber weicht sie besonders an sonnigen Hängen auf und beginnt sich schneller umzuwandeln und zu schmelzen. Kruste wird fester. Lawinengefahr vormittags und teilweise vormittags meist GERING, tagsüber erhöht sich die Gefahr besonders an sonnigen Hochlagen auf MÄSSIG, Grad 2. Donnerstag durch mehr Bewölkung und leicht tiefere Temperaturen stabiler auch tagsüber, Wochenendende ähnlich wie heute.
Nächste Ausgabe: Freitag, 19. 4. 2019
Quelle: ARSO