18.01.2021
Die Gefahr liegt im 3. Grad auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEDEUTEND.
Hauptproblem: Windschnee, schwache Schichten
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1500 m ü. M. BEDEUTEND, 3. Grad, tiefer MODERAT, 2. Grad. Im östlichen Teil unserer Berge, wo weniger Schnee liegt, ist die Grenze zwischen 2. und 3. Grad etwas höher. Besonders gefährdet sind schattige und steile Hänge sowie Stellen mit Windschnee und Mulden, in denen Schnee aufgetürmt ist. Dort kann bereits bei geringer Belastung eine Plattenlawine ausgelöst werden. Spontane Lawinen sind weniger wahrscheinlich.
Schneelage
Bei kaltem, aber gelegentlich recht sonnigem Wetter hat sich die Schneedecke vor allem auf sonnigen Mittelgebirgsabhängen tagsüber an der Oberfläche feucht gemacht und nachts gefroren, die Kruste hat sich verstärkt. Kruste ist auch im Hochgebirge entstanden, dort durch Wind. Weicher Schnee vor allem in geschützten Hochlagen, besonders schattigen. Der Schnee hat sich noch etwas mehr gesetzt.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute und morgen teilweise klar mit gelegentlich zunehmender Bewölkung. Schwacher bis mäßiger Nordwestwind, morgen mäßiger Westwind. Nullgradgrenze heute Nachmittag um 1000 m ü. M., morgen steigt sie allmählich über 1300 m. Mittwoch noch etwas sonniges Wetter im östlichen Teil unserer Berge. Sonst bewölkt und stellenweise neblig. Vor allem in den Julischen Alpen und im Vorland gelegentlich leichter Niederschlag, Schneefallgrenze steigt allmählich auf ca. 800 m ü. M. Böiger Südwestwind. Donnerstag bewölkt und neblig mit gelegentlichem leichtem Niederschlag, trocken im östlichen Teil der Kamnik-Savinja-Alpen und östlichen Karawanken. Schneefallgrenze zwischen 900 und 1200 m ü. M. Böiger Südwestwind.
Tendenz der Schneelage
Bei allmählichem Auftauen setzt und wandelt sich die Schneedecke schneller vor allem im Mittelgebirge bis ca. 1400 m ü. M. Bis Mitte der Woche ändern sich die Lawinenverhältnisse kaum, Donnerstag und Freitag wird die Schneedecke vor allem im Mittelgebirge instabiler.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 21.1.2021
Quelle: ARSO