18.12.2017
Allgemeine Lawinenstufe - Montag, 18.12.2017
Die Gefahr liegt im 2. Grad der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: verharschter Schnee / Windplatte
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenlage
Die Lawinengefahr liegt derzeit oberhalb ca. 1400 m Seehöhe MÄSSIG, 2. Grad, tiefer geringer, 1. Grad. Gefährdet sind steile Hänge und windabhängige Lagerstätten, wo bei starker Belastung vor allem Plattenlawinen ausgelöst werden können. Tiefer ist der Schnee wegen geringerer Schneemengen und dazwischen gefallenem Regen meist stabil.
Schneelage
Am Freitag und in der Nacht auf Samstag gab es Niederschläge. Die Schneefallgrenze sank von anfänglich 1200 m bis in die Tiefebenen. In den Bergen fiel 5 bis ca. 15 cm Neuschnee. Mehr Niederschlag gab es in der südlichen Hälfte Sloweniens, dort blieb die Schneefallgrenze länger hoch. Südwestwind wehte den Neuschnee in Verwehungen. Der Neuschnee war oberhalb des Hochgebirges feucht und fiel auf weichen Untergrund, sodass er meist gut verband. Die Schneedecke ist weich und tiefgriffig, an windexponierten Stellen ausgehärtet. Viel Verharzung.
Wetterentwicklung
Heute und in den nächsten Tagen trocken und recht sonnig in den Bergen, in den Tälern Nebel oder tiefhängende Wolken, die stellenweise den ganzen Tag stehen bleiben können. Temperaturen unter null Grad, in der zweiten Wochehälfte etwas milder mit Temperaturumkehr.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Die Schneedecke bleibt bis Mitte der Woche durch niedrige Temperaturen weitgehend unverändert, weich und tiefgriffig. Sie setzt sich etwas ab und wandelt sich langsam um. Die Lawinengefahr bleibt MÄSSIG, 2. Grad. Besonders gefährdet bleiben windabhängige Lagerstätten.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 20.12.2017
Quelle: ARSO