18.02.2015
Die allgemeine Lawinengefahr beträgt Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
MAßIG - durch verharschten Schnee, Windschneebänke und schwache Schichten in der alten Schneedecke.
BEWERTUNG DER GEFAHR
Die Lawinengefahr ist im Hochgebirge meist Stufe 2, tiefer und dort wo wenig Schnee liegt Stufe 1.
Die Schneedecke hat sich seit Montag weiter etwas stabilisiert, ist aber lokal noch potenziell instabil und schlecht verankert. Eine Lawine kann nur bei starker Belastung ausgelöst werden, vor allem auf steilen Hängen und Stellen mit verharschtem Schnee.
Spontane Lawinenablösungen werden nicht erwartet.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
Montag und Dienstag war in den Bergen recht sonnig. Montag lag die Schneefallgrenze bei ca. 1300 m, tagsüber kühlte es langsam ab und dienstags lagen die Temperaturen in den Bergen meist unter null, bis heute ist es noch kühler geworden. Schnee hat sich nur an sonnigen Hängen tagsüber etwas aufgelockert und nachts wieder gefroren, anderswo blieb er gefroren und trocken. Die Schneedecke wandelt sich langsam um. Die Schneehöhe ist stark uneinheitlich. In 2500 m Höhe bis ca. 180 cm Schnee, in 1500 m bis ca. 100 cm, in 1000 m von 20 bis ca. 60 cm.
AKTUELLER SCHNEEDECKENZUSTAND
Die Schneedecke ist trocken und meist verkrustet, an windexponierten Stellen und sonnigen Hängen auch hart, nur stellenweise in geschützten schattigen Lagen noch weich. Viele Windschneebänke und Verwehungen sind noch relativ instabil. Grate sind meist stark ausgefegt und daher örtlich hart und vereist, stellenweise bis auf den blanken Untergrund ausgefegt.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute in den westlichen Julischen Alpen und im äußersten Westen der Karawanken meist klar. Sonst in den Bergen oberhalb ca. 1600 m meist klar, tiefer eine Schicht niedriger Bewölkung und neblig. Tagsüber lichtet diese Wolkenbank sich langsam auf, am längsten hält sie sich voraussichtlich über Gorenjska und Štajerska. Temperaturen unter null. Die Schneedecke bleibt meist gefroren, nur stellenweise an sonnigen Hängen kann sie tagsüber oberflächlich etwas auftauen.
Morgen wird es deutlich milder, die Schneefallgrenze steigt auf ca. 2100 m. Meist klar. Daher lockert sich Schnee an sonnigen Hängen und Flächen tagsüber auf und gefriert in der Nacht auf Freitag wieder. Durch die Erwärmung wird die Schneedecke tagsüber vorübergehend etwas labiler, besonders an sonnigen Hängen, wo auf grasigem steilem Gelände Schnee stellenweise abrutschen kann. Der Schnee wandelt sich schneller um und stabilisiert sich daher langfristig.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Lawinenlage ändert sich in den meisten unserer Berge kaum. Vor allem an sonnigen Hängen wird die Schneedecke tagsüber etwas labiler, dort steigt die Möglichkeit, dass bei Belastung Schnee unter Euch wegrutscht.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 20.2.2015
Quelle: ARSO