18.04.2016
Gefahrstufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: nasser Schnee
Gefahrenmuster: vn10 Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Gefahr ist MODERAT, Stufe 2, tiefer wo bereits wenig Schnee liegt, GERING, Stufe 1. Heute und morgen ist die Lawinengefahr meist Stufe 2. Die Schneedecke ist durch warmes Wetter und lokale Niederschläge aufgeweicht. Daher weniger stabil, von steilen, noch nicht freigeblasenen Hängen können einzelne Nassschneelawinen, auch Bodenlawinen, abgehen. Es gibt noch einige Gruben, die einstürzen können.
Schneeverhältnisse
Am Wochenende überwog sonniges Wetter, doch die Berge waren oft bewölkt. Die Schneegrenze lag über 2500 m, gelegentlich auch über den höchsten Gipfeln. Heute liegt sie bei ca. 2600 m ü. NN. Die Schneedecke taut tiefer ab, höher lagert sie sich um und wandelt sich um. Wegen Bewölkung und Wind ist der Schnee nachts meist nicht umgefrostet. Die Schneedecke ist meist bis zum Boden durchnässt. In den Julischen Alpen sind auf 2500 m 190 bis ca. 230 cm Schnee, auf 1500 m 30 bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen ist auf 1500 m an sonnigen Hängen bereits frei, in schattigen Mulden noch bis ca. 20 cm Schnee. Erhebliche Schneedecke beginnt in Mulden bei ca. 1300 m ü. NN, an sonnigen Hängen oberhalb 1900 m, tiefer in den Julischen Alpen, höher sonst in unseren Bergen.
Erwartete Wetterentwicklung
In der Nacht treten bei Frontdurchzug stellenweise Schauer auf, die morgen früh meist abklingen. Tagsüber noch einzelne Schauer möglich. Die Schneegrenze kann stellenweise bis ca. 1500 m ü. NN sinken. Morgen tagsüber Aufklarung. Mittwoch meist klar.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Bis morgen leicht kühler. Schneegrenze bei ca. 2200 m ü. NN. Die Schneedecke krustet tagsüber auch im Hochgebirge, vor allem an sonnigen Hängen. Tiefer bleibt Schnee weich. In der Nacht auf Mittwoch friert die Schneedecke auch tiefer ein und taut tagsüber auf. Tiefer taut Schnee weiter ab, im Hochgebirge sind Dienstag und Mittwoch die Verhältnisse typisch frühlingshafter als in den letzten Tagen. D. h. die Schneedecke morgens und vormittags teils stabiler, mittags und nachmittags labiler.
Quelle: ARSO