18.03.2024
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 18. 3. 2024
Die Lawinengefahr liegt auf Stufe 2 der europäischen 5-stufigen Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Frühjahrslage
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist meist MODERAT, Stufe 2 (gilt für Lagen und Höhen mit mindestens 30 cm Schneehöhe). Die Schneedecke ist meist stabil. Die Stabilität verschlechtert sich tagsüber bei Sonneneinstrahlung auf allen markanten Südhängen, wo Nassschneelawinen ausgelöst werden können. Im Hochgebirge ist der Schnee besonders an windexponierten Stellen hart und vereist, dort besteht Sturzgefahr. In Nordhängen des Hochgebirges ist Schnee stellenweise noch trocken oder windgepresst auf Graupel - dort besteht Risiko für Plattenabgang bei Zusatzbelastung.
Schneelage
Am Wochenende setzte sich relativ warmes Wetter fort. Die 0°C-Isotherme sank nicht unter 2000 m ü. NN. Samstag hielten Bewölkung und Ortsregen den Schnee feucht, oberhalb ca. 2100 m blieb er vereist oder trocken. In der Nacht auf Sonntag fror er zu und schmolz tagsüber außer im Schatten. Bis heute Morgen wieder leicht zugefroren, sodass sich die Schneedecke seit Freitag weiter abgesetzt hat, im Mittelgebirge nahm der Schnee ab. Südhänge sind vielerorts bis 1600 m ü. NN frei, in Nordhängen reicht Schnee bis ca. 1200 m. Die Schneelage in den Bergen ist stark frühlinghaft. Im Hochgebirge ist Schnee trocken und hart, an sonnigen Stellen taut er bei Sonne, im Schatten bleibt er trocken oder vereist. Bei stärkerer Bewölkung bleibt Schnee vereist oder nass, je nach Höhenlage. Im Hochgebirge gibt es noch Platten und Überhänge.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute, Montag, meist bewölkt und stellenweise neblig. Besonders mittags und nachmittags Ortsregen, Schneefallgrenze ca. 1800 m ü. NN. Schwerpunkt der Niederschläge im Primorsko und Notranjsko, am geringsten im östlichen Teil unserer Alpen. In den Julischen Alpen sowie westlichen und mittleren Karawanken 5 bis 10 cm Neuschnee möglich, östlich davon bis 5 cm. Schwacher Nord- bis Nordwestwind. Morgen, Dienstag, wechselnd bis meist bewölkt, Berge oft wolkig. Kurze Schauer möglich. Schwacher, im Hochgebirge mäßiger Nordwind. Etwas kühler, 0°C-Isotherme zwischen 1400 und 1900 m ü. NN, tiefer im östlichen Teil unserer Berge. Mittwoch sonnig. In Höhen strömt wärmere Luft zu, abends 0 °C in 2700 m ü. NN! Schwacher Nord- bis Nordwestwind, im Mittelgebirge schwacher meist Westwind. Donnerstag allmählich Bewölkungszunahme, nachmittags Ortsregen.
Tendenz der Schneelage
Heutige Niederschläge machen Schnee stellenweise etwas weicher, oberhalb 1800 m wenig Neuschnee, der die Lawinenlage nicht beeinflusst. Dienstag friert durch vorübergehende Abkühlung der Schnee ein und stabilisiert sich vorübergehend etwas, aber mehr Vereisungen möglich. Mittwoch erhöht sich durch Sonne und Erwärmung auf steileren Südhängen wieder die Möglichkeit von Nassschneelawinen, auch im Hochgebirge, da die Erwärmung stark ausfällt und viel Sonne scheint. In der Nacht auf Donnerstag friert Schnee zu und kann vormittags an Südhängen wieder tauen. Langfristig setzt sich die Schneedecke langsam ab, wandelt sich und stabilisiert. Lawinengefahr hängt vor allem von Sonne/Bewölkung und Luftmasse-Temperatur ab, ändert sich also tagsüber.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 21. 3. 2024
Quelle: ARSO