19.10.2020
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala – MODERAT.
Hauptproblem: nasser Schnee, Schneewehen
Risikobewertung
Lawinengefahr Stufe 2 – MODERAT. Besonders gefährdet sind steile grasbewachsene Hänge oberhalb etwa 1700 m Seehöhe und steilere Rinne. Im Hochgebirge sind vor allem die Westhänge gefährlich, wo auch Plattenlawinen ausgelöst werden können. Unter 1600 m Seehöhe dünnt die Schneedecke schnell aus, dort ist die Lawinengefahr gering.
Schneelage
Die Schneedecke hat sich am Wochenende gesetzt und umgewandelt. Tiefer unten ist Schnee abgeschmolzen, höher oben hat sich auf sonnigen Hängen Kruste gebildet. Es gab keinen starken Wind. Im Hochgebirge ist viel Kruste vor allem an West- und Südhängen. Tagsüber wird der Schnee an sonnigen Hängen auch im Hochgebirge weich, tiefer wo die Schneedecke dünner ist, durchweicht sie bis zum Boden.
Voraussichtliche Wetterentwicklung
Montag teils klar mit zeitweise zunehmender Bewölkung. Wind schwach, Schneefallgrenze um 2000 m ü. NN. Dienstag bewölkt sich in westlichen und südlichen Julischen Alpen sowie in den Hügeln der nördlichen Primorska und Notranjska. Obergrenze der Wolkendecke um 2100 m ü. NN. Südwestwind setzt ein. Wärmere Luft strömt zu, Schneefallgrenze steigt über 3000 m ü. NN. Mittwoch im östlichen Teil unserer Berge teils klar mit zeitweise zunehmender Bewölkung, einige Gipfel können zeitweise in Wolken sein. Sonst bewölkt und neblig, oberhalb ca. 2100 m meist klar. Im westlichen Teil unserer Hügel und Berge in der Wolkenschicht Nieseln oder einzelner leichter Regen möglich. Mäßiger bis starker West- bis Südwestwind. Schneefallgrenze hoch über den höchsten Gipfeln. Ähnliches Wetter auch Donnerstag und Freitag, Freitag etwas wahrscheinlicher Niederschlag im Westen. Noch relativ warm.
Tendenz der Schneelage
Durch Erwärmung und zunehmend feuchtere Luft setzt sich der Schnee schneller ab, wandelt sich um und taut. Im Mittelgebirge verschwindet er bis Wochenende voraussichtlich vielerorts, auch im Hochgebirge dünnt die Schneedecke deutlich aus. Schnee wird nass und weich. Die Schneedecke durchweicht bis zum Boden, daher können in steilen Rinnen im Hochgebirge einzelne Nassschneelawinen abgehen. Diese sind auch an steilen grasbewachsenen Hängen möglich. Die Lawinengefahr bleibt im Hochgebirge oberhalb ca. 1900 m Seehöhe MODERAT, Stufe 2, sonst nimmt sie allmählich ab.
Nächste Ausgabe: Freitag, 23.10.2020
Quelle: ARSO