19.04.2019
Die Lawinengefahr liegt auf der europäischen Fünfstufen-Skala im Grad 2 – MAßIG.
Hauptproblem: schwache Schichten, Windschnee, Nassschnee
Gefahrenmuster: Frühjahrssituation
Gefahrenlage
Die Lawinengefahr besteht im Hochgebirge des Großteils unserer Berge oberhalb ca. 1800 m MAßIG, Grad 2, tiefer meist GERING, Grad 1. Besonders gefährdet sind steilere und vorwiegend sonnige Hänge oberhalb ca. 1800 m Seehöhe, wo sich mittags und nachmittags auch spontan einzelne kleinere Nassschneelawinen lösen können. Im Hochgebirge kann unter hoher Belastung noch eine Plattenlawine ausgelöst werden. Tiefer ist die alte Schneedecke meist verdichtet und umgewandelt und daher stabil. Die Gefahr steigt mittags und nachmittags auf sonnenexponierten Hängen durch den Einfluss der Sonne.
Schneelage
Bei Sonnwetter wird der Schnee tagsüber weich, nachts gefriert er. Es bildet sich eine Kruste, die in schattigen Bereichen des Hochgebirges noch fehlt. Dort ist der Schnee meist weich und trocken. Windexponierte Lagen sind ausgefegt, die meisten Platten befinden sich an den West- und Südseiten von Graten und Sätteln. Tagsüber ist der Schnee auf sonnigen Hängen weich und nass.
Wetterentwicklung
Bis Montag meist klar, nur heute mittags und nachmittags etwas flache Kumuluswolken, sodass einige Gipfel zeitweise bewölkt sein können. Der Wind bleibt diese Tage schwach und wechselnd, Sonntag setzt Südwestwind ein, der sich Montag etwas verstärkt. Dienstag wechselnd bis meist bewölkt und stellenweise neblig. Gelegentlich Niederschlag, teils Schauer. Schneefallgrenze sinkt auf ca. 1500 m Seehöhe.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Die Schneedecke gefriert nachts, tagsüber wird sie besonders auf sonnigen Lagen weich und transformiert sowie taut schneller. Die Kruste verstärkt sich. Die Lawinengefahr ist morgens und teilweise vormittags meist GERING, tagsüber aber besonders auf sonnigen Lagen im Hochgebirge GESTIEGEN und MAßIG Grad 2. Dienstag fällt etwas Neuschnee, der sich gut mit dem Untergrund verbinden sollte. Süd- und Südwestwind lagert ihn zu Windkissen. Zunächst bleibt die Schneedecke meist stabil, nachmittags steigt die Gefahr vor allem im westlichen Teil unserer Berge, wo etwas mehr Niederschlag erwartet wird, leicht an.
Nächste Ausgabe: Dienstag, 23. 4. 2019
Quelle: ARSO