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Neuigkeiten / Schneelage 19. 1. 2024

Schneelage 19. 1. 2024

19.01.2024
Allgemeine Lawinenstufe - Freitag, 19. 1. 2024
Die Gefahr beträgt 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: Neuschnee, Windschanze, Nassschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Kälte

Risikobewertung
Lawinengefahr ist landesweit oberhalb der Waldgrenze BEACHTLICH, 3. Stufe, unterhalb der Waldgrenze MODERAT, 2. Stufe. Der heutige kalte Schnee fiel auf eine deutlich wärmere Schneeunterlage, weshalb nahe der Grenzfläche Reifung (Faceting) stattfindet. Dadurch verschlechtert sich die Stabilität des Schneedecks schrittweise, und der Nordostwind wird bis Samstagnachmittag vor allem auf südliche und südwestliche Hänge zusätzliche Belastung ablagern. Im Wald ist diese Bedrohung durch geringere Windgeschwindigkeit und dadurch weniger Schneetransport etwas geringer. Die Erwärmung am Sonntag in den Bergen beeinflusst die Schneedeckstabilität nicht wesentlich, in Hügeln und Tieflagen wird das Schneedeck jedoch sonntags und montags durch tagweise Auftau weniger stabil. Dort können sich besonders auf steilen grasbewachsenen Hängen Nassrutschlawinen lösen.

Schneelage
In der zweiten Nachthälfte begann leichter Regen, oberhalb 1500 m leichter Schneefall. In den frühen Morgenstunden floss von Ost bei Boden kalte Luft zu, während ihres Vorrückens zum Meer verstärkten sich die Niederschläge, die Schneefallgrenze sank rasch. Bis vormittags mittags schneite es überall außer in den Tieflagen der Primorska. Es fielen 20-40 cm Schnee, stellenweise mehr im Posavje, Škofjeloško und Cerkljansko Hügelland. In weiten Teilen des Landes fiel Schnee auf warmen kahlen Boden. Fast der gesamte Neuschnee ist trocken, da die Abkühlung rasch erfolgte. Der meiste Schnee fiel bei mäßigem Nordwind, nur im Hochgebirge der Westkarawanken und Julischen Alpen zunächst bei schwachem Südwestwind. Bereits während des Schneefalls bildeten sich oberhalb des Waldes neue Windschneehaufen. An windexponiertesten Stellen ist das Schneedeck bis zur harten, vereisten Unterlage weggeweht. Bereits beim Schneefall begann durch Temperaturunterschied zwischen altem und neuem Schnee nahe ihrer Grenze die Reifung. Reifungsschichten verschlechtern die Schneedeckstabilität deutlich, da sie die Schichtverklebung mindern.

Erwartete Wettersituation
Nachts überall Aufklarung, klar bis Sonntagnachmittag, dann hoch von Nordwest. Bora an der Primorska lässt bis morgens etwas nach, samstagvormittags verstärkt sich NO-Wind in Bergen mit Böen über 60 km/h. Wind legt sich in der Nacht zum Sonntag, sonntags wenig Wind in Bergen. Erwärmung - von samstagmorgens bis montagmorgens um mehr als 10 °C. Sonntagnachmittag 0-°C-Isotherme bei ca. 2000 m, montags hebt verstärkter Südwestwind sie auf 3000 m.

Tendenz der Schneelage
Samstag sonnig, aber kalt und windig. Verstärkter Nordost transportiert vor allem oberhalb des Waldes weiter Schnee und baut Schanzen hauptsächlich auf südlichen und südwestlichen Hängen auf. Gleichzeitig schreitet die Reifung im Schneedeck voran; verringerte Schichtverklebung durch Reifung und zusätzliche Belastung durch Windschanze führen im Hochgebirge wahrscheinlich zu spontanen Platteablösern vor allem nahe Graten. Reifung findet diesmal auch im Waldbereich statt, weshalb Lawinen auch in sehr steilem Wald auslösbar sind. Samstag bleibt Schnee oberhalb 1000 m wahrscheinlich trocken, sonntags mittags sonnt auf ausgeprägten Südhängen schon auf und nächtigt zu montags entsteht dort Reifkante. Montags tritt Tagestau früher ein. Tiefer Schnee taut samstags auf, sonntags und montags kann beim Tagestau auch Nassschnee abbringen.

Nächste Ausgabe: Montag, 22. 1. 2024

Quelle: ARSO
         
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