20.02.2012
Letzten Samstag setzte sich das trockene Wetter fort, die Nullgradisotherme stieg auf etwa 1500 m ü. M. Am Sonntagnachmittag begann es zu schneien, es kühlte ab, die Temperatur war überall unter dem Gefrierpunkt. Bis Montagmorgen fielen in den Hochlagen der Julischen Alpen 30 bis 50 cm, in den Kamnik-Savinja-Alpen 20 bis 30 cm neuen trockenen Schnees. Der Wind war relativ schwach.
Die Schneedecke ist weich und luftig, stellenweise zu Verwehungen aufgeweht.
Vor allem im Hochgebirge hat sich der neue Schnee nicht mit dem alten Untergrund verbunden.
Vor allem an den westlichen und südlichen Seiten von Graten und Übergängen sind ausgedehnte Bereiche mit verharschtem Schnee mit neuem Schnee bedeckt.
Die Schneedecke reicht noch bis in die Tieflagen. In etwa 2000 m und höher liegt 100 bis 130 cm Schnee, in 1500 m 60 bis 100 cm. Auch tiefer liegen stellenweise 20 bis 40 cm Schnee. Die Lawinengefahr hat sich auf 3. Stufe erhöht. Gefährdet sind steilere Hänge, insbesondere Stellen mit Aufwindschnee, die sich bereits bei geringer Zusatzbelastung lösen können, spontane Lawinen möglich. An auspustigen Stellen Gleitgefahr.
Heute (Montag) endet der Schneefall, in den kommenden Tagen trockenes Wetter. Ab Mittwochnachmittag Nullgradisotherme über 1500 m.
Der Schnee wird sich setzen und umwandeln, besonders an sonnigen Lagen.
Wegen der Erwärmung steigt ab Mittwoch die Möglichkeit spontaner Abreißer.
Neuer Bericht wird am Mittwoch, 22.2.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 3. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO