20.02.2023
Allgemeines Gefahrenstufen - Montag, 20. 2. 2023
Die Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: schwache Schichten, nasser Schnee
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit GERING, 1. Stufe, steigt aber tagsüber auf sonnigen Hängen an und oberhalb 1500 m MÄSSIG, 2. Stufe. Bei tagestäglichem Auftauen möglich spontane Nassschneelawine oder Gleitschneelawine. Gefährlicher sind steile grasbewachsene Hänge und Mulden. Besonders auf schattigeren Seiten sind schwache Schichten in der Schneedecke vorhanden, bei starker Belastung möglich kleiner Plattenlawine auslösen. Dies gilt besonders in Übergangsbereichen zwischen dünnerer und dickerer Schneedecke. Aufgrund tagestägliches Schmelzens und nächtliches Einfrierens besonders vormittags und im Schatten Gleiten möglich.
Schneelage
In den Bergen setzt sich trockenes und relativ warmes Wetter fort. Schnee friert nachts meist wegen trockener Luft ein und wird tagsüber auf sonnigen Hängen weich und schmilzt in niedrigeren Lagen. Dort sinkt man tief unter menschlichem Gewicht ein. In schattigen Hochgebirgsbereichen bleiben die Verhältnisse weitgehend unverändert. Schnee ist meist mit Kruste bedeckt, die durch Wind oder tagestägliches Auftauen und nächtliches Einfrieren entstanden ist. An windexponierten Stellen ist Schnee bis zur harten Unterlage zugeweht. Noch gibt es Platten und Windhäufungen, gut verbunden mit dem Untergrund. Durch tagestägliches Erwärmen und Sonneneinwirkung haben sich in den letzten zwei Tagen auf sonnigen Hängen einzelne Nassschneelawinen lösend gelöst.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute, Montag, meist klar, Nulllinienachmittag über höchsten Gipfeln. Wind schwach, meist westlich. Morgen, Dienstag, anfangs mäßig bis meist bewölkt, vormittags Aufklarung. Besonders im Mittelgebirge der südlichen Julischen Alpen sowie in den Hügeln der nördlichen Primorska und Notranjska auch neblig bis ca. 1400 m Seehöhe. Wind schwach und ortsabhängig, oberhalb ca. 2000 m schwacher Nordwestwind. Nulllinie über höchsten Gipfeln, bis abends etwas abkühlend. Wegen relativ dichter Schichtwolken weniger ausgeprägtes Nachtfrost. Mittwoch teilweise klar mit gelegentlich dichterer Schichtwolken. Schwacher Südwestwind. Nulllinie in Gipfelhöhe der höchsten Berge. Donnerstag und Freitag meist bewölkt, gelegentlich leichter Niederschlag möglich. Nulllinie Donnerstagnachmittag unter 1600 m Seehöhe. Südwestwind nimmt etwas zu.
Tendenz Schneelage
Der schrittweise Umwandlungsprozess der Schneedecke mit tagestäglichem Schmelzen und nächtlichem Einfrieren setzt sich fort. Dieser Prozess wird besonders auf sonnigen Hängen ausgeprägter sein, in Mulden deutlich langsamer. Lawinengefahr meist gering, nur auf sonnigen Hängen steigt sie spätvormittags und nachmittags an, dann möglich auch spontane Nassschneelawine.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 23. 2. 2023
Quelle: ARSO