21.01.2019
Hauptproblem: verharschter Schnee
Gefahrenmuster: Schneefall nach längerer Frostperiode
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht haftender Frischschnee mit Wind
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen oberhalb ca. 1800 m ERHEBLICH, 3. Stufe, tiefer und sonst in unseren Bergen MÄSSIG, 2. Stufe. Unter der oberen Schneedecke liegt eine schwache Schicht. Beim letzten Schneefall haben Winde aus Ost und Nord Schneewechten gebildet, windexponierte Lagen sind stark ausgefegt. Die Schneedecke ist daher besonders im Hochgebirge potenziell instabil, schon bei geringer Belastung kann eine Lawine an windverfrachteten Stellen und auf steileren Hängen ausgelöst werden. An ausgeweichten Graten besteht stellenweise Gleitrisiko.
Schneelage
Die Schneedecke ist weich und pulvrig, in Wechten stellenweise etwas dichter. Windexponierte Stellen sind stark ausgefegt, in geschützten Lagen treten stellenweise Krusten auf. Neuer Schnee hat sich etwas gesetzt, wegen niedriger Temperaturen hat er sich kaum umgewandelt.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute im Mittleren Bergraum bewölkt, oberhalb ca. 1500 m über dem Meeresspiegel teils klar, jedoch nimmt von Süden her allmählich die Menge an schichtiger Bewölkung mit hohen Basen zu. Es weht schwacher bis mäßiger Ost- bis Südostwind. Morgen bewölkt, Wolken in mehreren Schichten. Gipfel zeitweise bewölkt, auch im Mittleren Bergraum kann es stellenweise neblig sein. Meist trocken, nur im Gebiet des Snežnik kann es nachmittags zeitweise schwach schneien, in der Nacht auf Mittwoch breitet sich leichter Schneefall nach Norden aus. Mäßiger Ostwind. Mittwoch bewölkt und stellenweise neblig, höchste Gipfel liegen eventuell über der Wolkendecke. Zeitweise leichter Schneefall. Mäßiger Wind aus Süd- bis Ostrichtung.
Tendenz der Schneelage
Schnee bleibt weich, Ostwind bildet neue Wechten. Voraussichtlich fallen besonders in den Julischen Alpen sowie in den Hügeln der Notranjska und nördlichen Primorska bis Mittwochnachmittag 10 bis 20 cm trockenen Schnees, sonst in unseren Bergen ca. 10 cm. Wind verfrachtet neuen Schnee in Wechten, er verbindet sich gut mit der Unterlage. Lawinengefahr bleibt im Hochgebirge der Julischen Alpen ERHEBLICH, 3. Stufe, sonst MÄSSIG, 2. Stufe.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 23. 1. 2019
Quelle: ARSO