21.12.2023
Allgemeine Lawinenwarnstufe - Donnerstag, 21.12.2023
Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: verharschter Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 2000 m MÄSSIG, 2. Stufe, tiefer hin GERING, 1. Stufe. Besonders gefährdet sind steile Hänge mit Lawinenkronen und Rinnen, wo Schnee aufgetürmt ist. Auf windoffenen Geländen besteht Möglichkeit von Gleitschneelawinen.
Schneeverhältnisse
Durch starken Temperaturwechsel ist in den vergangenen Tagen auf sonnenseitigen Hängen tagsüber Neuschnee geschmolzen und nachts refrostet, die Kruste hat sich verstärkt, der Schnee hat sich etwas abgesetzt, im Mittelland auch abgeschmolzen. Im Schatten blieb der Schnee trocken und weich sowie schwach umgewandelt, dort etwas Kruste nur durch Wind. Im Mittelland ist wenig Schnee, dickere Schneedecke meist erst oberhalb ca. 2000 m ü. M. Mehr Schnee gibt es in den Julischen Alpen als anderswo in unseren Bergen. Viele Kronen, derzeit hauptsächlich an Südseiten von Graten und Sätteln.
Erwartete Wettersituation
Heute, Donnerstag, mäßig bis meist bewölkt. Schwacher bis mäßiger Westwind, der nachmittags auffrischt. Nullgradgrenze etwas über 1500 m ü. M., nachmittags besonders im östlichen Teil unserer Berge steigend. Morgen, Freitag, bewölkt und stellenweise neblig, gelegentlich leichter Niederschlag, oberhalb ca. 1300 m Schnee. Verstärkter Nordwestwind. Samstag mäßig bis meist bewölkt, Wolkenbasis meist über Gipfeln. Vor allem auf Pohorje und in östlichen Karawanken gelegentlich leichter Niederschlag möglich. Mäßiger bis starker Nordwestwind. Sonntag trockenes Wetter.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Durch geringe Temperaturschwankungen setzt sich die Schneedecke langsam ab und umwandelt sich, stabilisiert sich also langfristig. Lawinengefahr ändert sich in den nächsten Tagen kaum. Im Hochgebirge trägt der starke Nordwestwind am Samstag noch Schnee, aber keine größeren neuen Ansammlungen. Im Hochgebirge bleibt auf ausgehangenen Flächen Gleitschneergefahr. Möglichkeit, eine Lawine auszulösen, besteht auf steileren Hängen mit windtransporitertem Schnee und in Rinnen, vor allem an Südhängen mit Schneeablagerungen.
Nächste Ausgabe: Freitag, 22.12.2023
Quelle: ARSO