2.01.2015
In den Bergen herrschte zunächst trockenes und kaltes Wetter. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sowie am Mittwoch tagsüber schneite es im Gebiet der Julischen Alpen und im westlichen Teil der Karawanken. Es fiel bis ca. 20 cm sehr trockener Schnee, den der Wind in Verwehungen blies. Die Temperatur lag bis Donnerstagnachmittag unter null, da es in den Höhen bereits so warm wurde, dass eine Luftschicht mit positiver Temperatur entstand. Heute liegt diese Schicht zwischen ca. 1000 und 2700 m ü. M. Die Schneedecke hat sich diese Woche etwas abgesetzt, etwas schneller umgewandelt seit gestern Nachmittag und heute.
In 2500 m Höhe in den Julischen Alpen bis ca. 140 cm Schnee, in 1500 m bis ca. 70 cm, anderswo von 20 bis ca. 40 cm. Aufgrund des Windes ist die Schneehöhe stark uneinheitlich.
Die Schneedecke ist trocken und locker, an windexponierten Lagen jedoch Windkruste an der Oberfläche. Der Schnee ist stark verweht, an windexponierten Lagen bis zum Boden oder zur alten Unterlage. An windexponierten Hochlagen ist stellenweise die Oberfläche vereist. Viel Kloßschnee bzw. Windschnee.
Die Lawinengefahr hat sich leicht verringert und beträgt in den Bergen meist 2. Stufe, in Gebieten mit weniger Schnee 1. Stufe.
Die Schneedecke ist potenziell instabil vor allem an Stellen mit Windschnee und auf ausreichend steilen Hängen. Dort kann eine Lawine durch Belastung der Schneedecke ausgelöst werden.
Heute wandelt sich die Schneedecke in der Schicht mit positiver Temperatur schneller, besonders an sonnigen Hängen, wo sie sich etwas abstampft, nachts vereist sie. Sonst bleibt der Schnee trocken oder vereist. Morgen kühlt es etwas ab, sonntags noch stärker, dann ist die Temperatur wieder überall unter null. Keine nennenswerten Niederschläge bei Durchzügen geschwächter Wettersysteme. Gelegentlich windiger, der Wind transportiert vor allem im Hochgebirge noch Schnee.
Nächster Bericht erscheint Montag, 5.1.2015 nachmittags.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Stufe nach europäischer 5-stufiger Skala.
Quelle: ARSO