21.03.2014
Diese Woche war das Wetter sehr warm. Die Schneehöhengrenze lag die meiste Zeit über den höchsten Gipfeln. Die Luft war trocken. Die Schneedecke taut tagsüber und friert nachts wieder zu, außer in niedrigeren Lagen. In den Hochgebirgsmulden wurde der Schnee jedoch tagsüber nicht sehr weich. In tieferen Lagen schmilzt der Schnee schnell, besonders an sonnigen Hängen.
Die Schneedecke reicht bis etwa 800 m Seehöhe, an Südhängen bis etwa 1400 m. Die Schneehöhe ist ziemlich ungleichmäßig.
Am meisten Schnee über 1800 m gibt es in den westlichen Julischen Alpen, wo er stellenweise noch bis etwa 600 cm reicht, anderswo in den Juliern in höheren Lagen bis etwa 400 cm, in den zentralen Karawanken und den Kamnik-Savinja-Alpen bis etwa 180 cm. Auf 1500 m bis etwa 270 cm in den Juliern und westlichen Karawanken, anderswo 60 bis 100 cm. Die Schneedecke ist nachts und morgens meist zugefroren, im Hochgebirge krustig, tiefer hart, in niedrigen Lagen friert sie nicht einmal nachts zu. Tagsüber wird die Schneedecke meist weich, nur in schattigen Hochgebirgslagen ist dieser Einfluss geringer.
Die Lawinengefahr ist meist 2. Stufe.
Die Schneedecke ist mäßig stabil. Problematisch bleiben vor allem steile Hochgebirgsmulden mit verharschtem Schnee, tagsüber nimmt die Instabilität der Schneedecke auf Südhängen zu, wo die Schneeschicht weich wird und auf steileren Hängen bei Belastung, besonders bei zusätzlicher Belastung, über etwas härteren unteren Schichten abrutschen kann. Manche Nassschneelawine kann sich immer noch spontan lösen. Nachts ist die Schneedecke stabiler.
Heute noch sonnig und ziemlich warm, daher ändern sich die Lawinenlage nicht. Morgen bewölkt sich in den Julischen Alpen und Karawanken, teilweise auch in den Kamnik-Savinja-Alpen. Geringe Niederschläge vor allem in den westlichen Juliern, anderswo in den Juliern und westlichen Karawanken wirklich wenig. Es kühlt etwas ab, Schneefallgrenze zwischen 1400 und 1700 m. Südwestwind transportiert neuen Schnee in Verwehungen im Hochgebirge der Julier.
Sonntag bewölkt und neblig mit Niederschlag. Die Schneefallgrenze senkt sich, allmählich auch unter 1000 m. Mehr Niederschlag im westlichen Teil unserer Berge, wo bis Montagmorgen 20 bis über 40 cm Schnee fallen, anderswo weniger. Die Schneemenge hängt stark von der Seehöhe ab. Montagmorgen 0 Grad in etwa 1000 m Höhe.
Wegen des neuen Schnees steigt sonntags vor allem in den Julischen Alpen die Möglichkeit von Lawinenabgängen, anderswo geringer. Süd- und Südwestwind bildet neue Verwehungen. Der neue Schnee verbindet sich voraussichtlich relativ gut mit dem Untergrund, nur im Hochgebirge etwas schwächer. Vor allem steile Hänge und Bereiche mit verharschtem Schnee werden gefährlicher.
Das nächste Bulletin zum Schneeverhältnis erscheint Montag, 24.3.2014 vormittags.
Allgemeine Lawinengefahr Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala.
Quelle: ARSO