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Neuigkeiten / Schneelage 22.2.2016

Schneelage 22.2.2016

22.02.2016
BEWERTUNG DER GEFAHR



Die Lawinengefahr ist in einem Großteil unserer Berge erheblich.

Oberhalb der Waldgrenze 3. Stufe, in tieferen Lagen 1. bis 2. Stufe, je nach Schneemenge.



Am Wochenende war es trockenes Wetter. Samstag war es in den Bergen noch kalt mit Temperaturen meist unter null. Bis Sonntagmorgen hatte es sich bereits erwärmt, die Schneefallgrenze war bis zu den höchsten Gipfeln gestiegen. Es wehte Südwestwind. Es gab auch sonniges Wetter, das neben höheren Temperaturen an sonnigen Hängen die Umwandlung der Schneedecke beeinflusste.

Die Schneedecke besteht aus einer großen Anzahl von Schichten und einige sind untereinander noch schlecht verbunden. Oberhalb ca. 1800 m ist aufgrund größerer Mengen windverfrachteten und schlecht umgewandelten Schnees noch spontanes Abreißen einzelner kleiner Lawinen möglich, auf ausreichend steilen Hängen kann man bereits bei geringer Belastung eine Plattenlawine auslösen.





SCHNEEVERHÄLTNISSE und AKTUELLER SCHNEEZUSTAND



Die Schneedecke hat sich noch etwas mehr abgesetzt. Oberhalb ca. 2000 m ist sie meist locker, tiefer unten meist mit dünner Kruste bedeckt, die das Gewicht eines Menschen nicht trägt. Durch die Tauwetter ist der Schnee auch im Hochgebirge wenigstens etwas krustig geworden, tiefer wo wenig Schnee ist, hat sich die Schneedecke stellenweise bereits bis zum Boden durchfeuchtet. Viele Verwehungen und Schollen, an windexponierten Stellen ist der Schnee stark ausgefegt.



In den Julischen Alpen und westlichen Karawanken sind auf 2500 m bis ca. 260 cm Schnee, auf 1500 m 160 bis ca. 220 cm, auf 1000 m 10 bis ca. 40 cm. Sonst in unseren Bergen auf 1500 m 40 bis 120 cm Schnee. Die Schneedecke beginnt in recht unterschiedlichen Höhen, aber nennenswerte Schneemengen meist oberhalb ca. 1000 m, im Nordwesten auch tiefer.





ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG



Heute meist bewölkt und neblig. Geringere Niederschläge erwarten wir vor allem in den hügeligen Gebieten Westsloveniens. Schneefallgrenze über den höchsten Gipfeln. Südwestwind. Morgen breiten sich die Niederschläge über ganz Slowenien aus. Schneefallgrenze meist oberhalb 1500 m ü. M. Bis mittags hören die Niederschläge auf. Es wird kühler, die Schneefallgrenze sinkt bis mittags auf ca. 500 m ü. M.





ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE



Heute setzt sich die Schneedecke langsam ab und wandelt sich um, durch erhöhte Temperaturen wird sie im Hochgebirge zunächst etwas labiler. Bis mittags fallen in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken voraussichtlich 10 bis 20 cm Schnee, sonst in unseren Bergen 5 bis ca. 10 cm. Der neue Schnee verbindet sich voraussichtlich besser mit dem Untergrund, weshalb wir nicht erwarten, dass er das Lawinenrisiko zusätzlich erhöht. In tieferen Lagen, wo zunächst Regen fällt, setzt sich der Schnee deutlicher ab und lichtet sich tiefer unten, die Schneedecke durchfeuchtet sich in Gebieten mit weniger Schnee bis zum Boden. Beim Abkühlen gefriert sie dann und stabilisiert sich. Im Hochgebirge kann neuer Schnee von steilen Hängen abrutschen. Neue Verwehungen entstehen.



Im Gebirge bleibt die Lawinengefahr bis mittags erheblich.



Im Vorland setzt sich die Schneedecke schnell ab und taut auch ein, auf steileren Hängen sind heute und morgen kleine Feuchtschneelawinen möglich.

Nächster Bericht wird am MITTWOCH, 24.2.2016 vormittags herausgegeben.



Quelle: ARSO
         
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