24.10.2020
Gefahr ist 1. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: verharschter Schnee, Neuschnee
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit GERING, 1. Stufe. Die Schneedecke ist meist stabil, nur an Stellen mit verharschtem Schnee im Hochgebirge kann bei stärkerer Belastung noch eine kleine Lawine ausgelöst werden oder nasser Schnee rutscht unter menschlichem Gewicht ab.
Schneelage
Die Schneedecke hat sich über die Woche stark abgesetzt, im Mittelgebirge ist der Schnee vielerorts abgeschmolzen. Im Hochgebirge ist der Schnee nachts gefroren, tagsüber vor allem in sonnigen Lagen weich geworden. Die Kruste hat sich verstärkt. In der Nacht auf Freitag ist aber auch im Hochgebirge der Schnee meist südlich geblieben. Dickere Schneedecke vor allem auf Plateaus und weniger steilen Hängen des Hochgebirges sowie in schattigerem Gelände auch stellenweise im Mittelgebirge. Es gab etwas Abrutschen vor allem auf steilen grasigen Hängen und in Mulden.
Erwartete Wetterentwicklung
Freitag mäßig, gelegentlich meist bewölkt. Mehr Bewölkung im westlichen Teil unserer Berge, wo es auch neblig wird. In den westlichen und südlichen Julischen Alpen gelegentlich Tau oder leichter Regen möglich. Es weht aufgegangener Südwestwind, der tagsüber weiter auffrischt und im Hochgebirge recht stark wird. Schneefallgrenze hoch über den Gipfeln. Samstag bewölkt und oft neblig. Gelegentlich Niederschlag, teils Schauer. Schneefallgrenze um 2200 m ü. NN. Schwacher Wind meist aus West. Schneefallgrenze sinkt nachmittags auf ca. 2600 m ü. NN. Bis Sonntagmorgen hören die Niederschläge auf, tagsüber Aufklarung. Schneefallgrenze um 2500 bis 2600 m ü. NN, nachmittags steigt die 0-°-Isotherme wieder. Wind schwach und wechselnd. Montag in den Julischen Alpen sowie Hügeln der nördlichen Primorska und Notranjska meist bewölkt und stellenweise neblig, anderswo mehr Sonne. Lokal im Westen kleine Niederschläge möglich. Südwestwind. Etwas kühler.
Tendenz Schneelage
Freitag schmilzt Schnee in tieferen Lagen des Hochgebirges und Mittelgebirge ab. Höher setzt er sich ab und umwandelt sich, meist nass und weich. Samstag unter der Schneefallgrenze schmilzt Schnee ab, höher fällt meist nasser Schnee, der sich voraussichtlich gut mit dem Untergrund verbindet. Neuer Schnee wegen hoher Schneefallgrenze erhöht Lawinengefahr leicht vor allem im Hochschneeraum der Julischen Alpen, östlich weniger. Starker Südwestwind bildet Verwehungen an Nord- und Ostseiten von Graten und Sätteln. Sonntag setzt sich neuer Schnee etwas ab, Sonne wirkt günstig. In der Nacht auf Montag kann Schnee einfrieren, auch tiefer wo nach Regen etwas bleibt, daher dort besonders montags früh vereist.
Nächste Ausgabe: Montag, 26.10.2020
Quelle: ARSO