23.11.2022
Allgemeine Gefahrenstufe - Mittwoch, 23.11.2022
Die Gefahr ist Stufe 1 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - GERING.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Früher Winter, Reifschicht
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verfestigte frische Schnee mit Wind
Risikobewertung
Lawinengefahr ist überall GERING, Stufe 1. Gestern und in der Nacht hat es in den Bergen mit aufgestautem Wind geschneit. Etwas gefährlicher sind einzelne Stellen mit Windschnee, da oberhalb der Waldgrenze kleinere Lawinen ausgelöst werden können. Vorsicht gilt auch auf steilen grasbewachsenen Hängen, wo der Schnee schlecht verfestigt ist. Im Hochgebirge gibt es viele ausgefegte und vereiste Bereiche, dort besteht erhebliche Abrutschgefahr.
Schneelage
Gestern hat es erstmals in diesem Jahr reichlicher in den Bergen geschneit. Zunächst lag die Schneefallgrenze in Höhen von 700 bis 1000 m, später sank sie etwas. Insgesamt fiel meist 20 bis fast 50 cm mehr oder weniger lockerer Schnee, den der starke Nordwind in der Nacht stark ausgefegt und Schneehaufen gebildet hat. Am meisten Schnee fiel im Gebiet der mittleren und östlichen Karawanken, im Teil der Kamnik-Savinja-Alpen und auf dem Pohorje, deutlich weniger Schnee im Gebiet der westlichen Julischen Alpen, nur ca. 10 cm. Es ist auch etwas kälter geworden, die Nullgradgrenze liegt derzeit bei ca. 1000 m Seehöhe.
Erwartete Wetterentwicklung
In den nächsten Tagen herrscht in den Bergen trockenes und ziemlich sonniges Wetter, gelegentlich etwas mehr mittelhohe Bewölkung. Besonders im Hochgebirge weht am Donnerstag gelegentlich starker Nordwestwind. Wärmer. Die 0-°C-Isotherme steigt bis Freitag auf ca. 1800 m Seehöhe. Am Samstag kühlt es wieder etwas ab, wahrscheinlich auch mehr Bewölkung. Möglichkeit für neuen Schneefall steigt erst ab Montag etwas an.
Tendenz der Schneelage
Besonders im Mittelgebirge und in tieferen Hügeln beginnt der Schnee durch wärmeres Wetter umzuwandeln und zu schmelzen. Nachts friert der Schnee ein, es entsteht Kruste. Im Hochgebirge bleibt die Schneelage meist unverändert. Durch Wind nehmen vereiste Stellen etwas zu, daher ist die Abrutschgefahr erheblich.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 30.11.2022
Quelle: ARSO