23.01.2015
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat es vor allem im westlichen Teil unserer Berge geschneit. Am meisten Schnee, rund 10 cm, fiel im südlichen Teil der Julischen Alpen und im Vorland, anderswo nur wenige Zentimeter. Der Wind hat den neuen Schnee stark weggeweht. In den restlichen Tagen gab es keine nennenswerten Niederschläge, aber wolkiges Wetter überwog.
Die Schneebgrenze lag meist um 1000 m über dem Meer, bis heute ist sie auf 1500 m gestiegen. Die Schneedecke hat sich nur schlecht umgewandelt, der Schnee, der Ende der Vorwoche im Hochgebirge der Julischen Alpen fiel, blieb relativ schlecht umgewandelt.
In 2500 m Höhe beträgt die Schneehöhe in den Julischen Alpen rund 140 cm, in 1500 m rund 40 cm, anderswo rund 20 cm.
Unter 1500 m nimmt der Schnee schnell ab.
Die Schneedecke ist im Hochgebirge meist mit Kruste bedeckt, die unter menschlichem Gewicht nachgibt, stellenweise ist sie auch hart, meist hart auch tiefer unten. Vor allem an windexponierten Stellen und wo wirklich wenig Schnee liegt, ist die Oberfläche vereist. Viele Windkissen vor allem an den nördlichen und östlichen Seiten der Grate. Tiefer unten ist der Schnee vereist, teils krustig oder hart. Unter ca. 1400 m liegt meist kein Schnee mehr.
Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen und westlichen Karawanken 2. Stufe, anderswo 1. Stufe.
Die Schneedecke im Hoch-Julischen Alpenbereich ist noch potenziell instabil. Eine Lawine können Sie besonders auf steileren Hängen und an Stellen mit angewehtem Schnee bei stärkerer Zusatzbelastung auslösen.
Spontanes Abgehen wird nicht mehr erwartet. Tiefer unten ist die Schneedecke stabil.
Heute treten kleinere Niederschläge hauptsächlich nur auf dem Pohorje, teilweise in den östlichen Karawanken und in den Hügeln des Zasavje, Kočevje und Notranjska auf. Bis morgen früh kann vor allem im Süden bis ca. 10 cm Schnee fallen. Anderswo in Hügeln und Bergen vernachlässigbar. Gegen Wochenende strömt allmählich kältere Luft zu.
Daher bleibt die Schneedecke in den Bergen vereist bzw. trocken. Die Lawinenlage ändert sich bis Montag kaum. Nur der Nordostwind kann stellenweise im Hochgebirge noch neue Windkissen aufbauen.
Nächster Bericht erscheint am Montag, 26.1.2015 nachmittags.
Allgemeine Lawinengefahr 2. Stufe nach europäischer Fünf-Stufen-Skala.
Quelle: ARSO