23.04.2014
Am Montag gab es in den Bergen noch Niederschläge, es schneite hauptsächlich oberhalb 1700 m ü. M. Im Hochgebirge fiel 5 bis 15 cm Schnee, der auf steilen Hängen abrutschte. Am Dienstag war es ziemlich sonniges Wetter mit einzelnen Schauern. Die Temperatur stieg langsam, die Schneegrenze hob sich bis heute Morgen auf 2500 m ü. M. Die Schneedecke fror nachts größtenteils zu, der neue Schnee hat sich noch nicht umgewandelt.
Erhebliche Schneedecke erstreckt sich auf schattigen Hängen bis in etwa 1500 m ü. M., in Mulden bis etwa 1000 m. Oberhalb etwa 2000 m ü. M. liegt in den Julischen Alpen Schnee von etwa 400 cm bis über 500 cm, auf 1500 m von 150 bis etwa 250 cm.
Andernorts ist auf 1500 m Schnee meist nur auf Plateaus und in Mulden vorhanden.
Die Schneedecke ist größtenteils gut umgewandelt, auf altem Untergrund liegt neuerer, nur teilweise umgewandelter Schnee.
Lawinengefahr vor allem im Hochgebirge 2. Stufe, anderswo 1. Stufe.
Die Schneedecke ist sonst meist stabil, nur die Schicht neuen Schnees, die zwischen Samstag und Montag fiel, ist noch etwas instabil. Vor allem auf steilen Hängen können noch einzelne kleine Lawinen vor allem mittags und nachmittags abgehen. An Graten kann sich auch ein Kronenabbruch lösen. In niedrigeren Lagen ist die Schneedecke durchnässt bis zum Boden und auf steilen Hängen sind einzelne Lawinen von altem, durchweichtem Schnee möglich.
Heute mäßig, gelegentlich meist bewölkt und nachmittags einzelne Schauer. Morgen, Donnerstag, meist bewölkt und meist ohne Schauer. Auch der Einfluss der Sonne auf die Schneedecke wird am Donnerstag vernachlässigbar sein. Die Schicht neueren Schnees wird sich umwandeln und setzen und sich langsam besser mit dem Untergrund verankern. Die Temperaturverhältnisse werden sich kaum ändern. Das Risiko von Lawinen wird sich langsam verringern.
Das nächste Bericht über den Zustand der Schneedecke wird am Freitag, 25.4.2014 nachmittags herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr beträgt 2. Stufe nach europäischer fünfstufiger Skala.
Quelle: ARSO