24.12.2021
Allgemeine Lawinenwarnstufe - Freitag, 24.12.2021
Die Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen 5-stufigen Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee, nasser Schnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist meist MÄSSIG, Stufe 2. Besonders gefährdet sind Stellen mit Windschnee, die häufiger auf südseitigen Hängen oberhalb der Waldgrenze vorkommen. Dies gilt insbesondere für Mulden, wo größere Mengen Windschnee vorhanden sind. In schattigen Hochlagen gibt es auch schwache Schichten in der alten Schneedecke, die besonders dort nachgeben können, wo weniger Schnee liegt. Im Mittelgebirge sind durch das Tauwetter steile, grasbewachsene Hänge gefährlich, wo einzelne Nassschneelawinen vom Boden aus möglich sind. Im Hochgebirge besteht vor allem an windexponierten Stellen Gleitgefahr.
Schneelage
Durch die Erwärmung wird der Schnee in den Bergen weicher und nass, besonders in Höhen unter ca. 2000 m. Derzeit ist der Schnee vor allem im Hochgebirge noch gefroren, trocken und krustig, aber heute tagsüber und in den nächsten Tagen ändern sich die Bedingungen. Im Mittelgebirge ist der Schnee bereits südseitig und weicht auf. Die Schneehöhe ist sehr ungleichmäßig, an vielen Stellen bis auf den Boden weggeweht. Ausgedehnte Flächen mit Windschnee.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute und in den nächsten Tagen überwiegt in Bergen und Hügeln wolkiges und nebliges Wetter, heute vormittags auch noch stellenweise anderswo, nur im Nordosten vielleicht morgen noch etwas Sonne. Überwiegend West- bis Südwestwind, heute mäßig bis stark, morgen und Sonntag etwas schwächer. Niederschläge heute vor allem im Südwesten, also in den Hügeln der Notranjska, Kočevska und teilweise nördliches Primorsko, morgen gelegentlich etwas östlicher, aber im alpinen Raum sehr wenig oder gar keine. Erst am Sonntag einige auch im Norden Sloweniens, also im Bereich unseres Gebirgswelt. Schneefallgrenze meist zwischen 1100 und 1600 m ü. M., gelegentlich höher. Am Sonntag sinkt die Schneefallgrenze unter 700 m. Montag meist bewölkt und trocken.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Die Schneedecke setzt sich ab und taut tiefer unten. Oberhalb ca. 2200 m bleibt sie trocken und gefroren. Wenig Niederschlag, daher verschlechtert sich die Lawinenlage leicht vor allem durch Erwärmung. Die Möglichkeit einzelner Nassschneelawinen im Mittelgebirge auf steilen, grasbewachsenen Hängen steigt. Höher, oberhalb ca. 2000 m, bleibt die Lawinenlage ähnlich. Neuer Schnee durch geringe erwartete Niederschlagsmenge wird die Lawinengefahr voraussichtlich nicht erhöhen, sie bleibt MÄSSIG, Stufe 2. Nächster Lawinenbericht am Montag, 27.12.2021.
Nächste Ausgabe: Montag, 27.12.2021
Quelle: ARSO