24.02.2012
Seit Mittwoch war das Wetter meist sonnig. Es hat sich allmählich erwärmt und heute liegt die Schneegrenze bereits bei etwa 2700 m ü. M.
Morgens ist die Schneedecke gefroren, tagsüber hat sie sich vor allem an sonnigen Hängen verkrustet. Der neue Schnee vom Wochenanfang hat sich etwas abgesetzt und umgewandelt. Einzelne Lawinen sind von steilen Hängen abgegangen.
Die Schneedecke ist jetzt größtenteils mit einer Kruste bedeckt, die das Gewicht eines Menschen nicht trägt, nur in schattigen Bereichen ist sie noch weich. Es gibt viel anhäufenden Schnee.
Bedeutende Schneedecke reicht bis etwa 700 m ü. M., in manchen Tälern noch tiefer. In 1500 m ü. M. in den Julischen Alpen bis ca. 100 cm Schnee, anderswo bis ca. 70 cm. Über 2000 m in den Julischen Alpen bis ca. 140 cm Schnee. Die Lawinengefahr ist weiterhin 3. Stufe. Gefährdet sind steilere Hänge, insbesondere Stellen mit anhäufendem Schnee, die sich bereits bei geringer zusätzlicher Belastung lösen können, spontane Abreissungen sind vor allem tagsüber auf sonnigen, steileren Hängen möglich. An vereisten Stellen besteht Gleitrutschgefahr.
Heute, Freitag, wird es sehr warm, in 1500 m ca. 10 Grad Lufttemperatur. Morgen kühlt es etwas ab, am Sonntag sinkt die Schneegrenze bei Durchzug einer abgeschwächten Kaltfront unter 1000 m. Heute und morgen setzt sich die Schneedecke schneller ab und umwandelt, nachts gefriert sie. Tagsüber destabilisiert sie sich, nachts nimmt die Lawinengefahr vorübergehend ab. Am Sonntag vorübergehende kurze Niederschläge, die die Lawinenlage nicht beeinflussen. Beim Abkühlen nimmt die Schneelawinengefahr am Sonntag ab.
Neuer Bericht wird am Montag, 27.2.2012, herausgegeben.
Allgemeine Lawinengefahr 3. Stufe nach europäischer Fünfstufen-Skala.
Quelle: ARSO