24.04.2020
Gefahr ist 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MODERAT.
Hauptproblem: Nassen Schnee, günstige Bedingungen
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Risikobewertung
Die Lawinengefahr ist heute meist KLEIN, 1. Stufe. Die Schneedecke ist meist stabil, nachmittags weicht der Schnee bei Sonnwetter auf und wird etwas labil, nachts gefriert er. Die Gefahr von Nassschneelawinen ist daher auf steilen Südhängen vom späten Vormittag bis späten Nachmittag MODERAT, 2. Stufe, da kann man kleinere Schneelawinen auslösen oder Schnee rutscht unter den Füßen weg und man kann ausrutschen.
Schneelage
Die Schneedecke reift tagsüber und gefriert nachts. Dieser Prozess ist in schattigen Lagen des Hochgebirges langsamer. Tiefer Schnee taut. Der Schnee ist meist schon gut umgewandelt und stabil, nur in schattigen Lagen des Hochgebirges noch nicht.
Erwartete Wettersituation
Heute vormittags klar, nachmittags zunehmend hohe Cirruswolken. Schwacher Wind aus West. Temperatur auf 1500 m ca. 10, auf 2500 m ca. 3 °C. Samstag teils klar mit zeitweiliger zunehmender Bewölkung. Nachmittags mögliche Schauer. Schwacher Wind aus West. Temperatur auf 1500 m ca. 10, auf 2500 m ca. 2 °C. Sonntag und Montag wechselnd bis meist bewölkt, gelegentliche Schauer. Gewitter möglich. Schneefallgrenze um 2300 m ü. M. Meist schwacher Wind aus West. Morgen überwiegend klar, schwacher bis mäßiger Ostwind. Temperatur auf 1500 m ca. 5, auf 2500 m ca. 0 °C. Auch Donnerstag und Freitag sonniges Wetter vorherrschend. Allmählich etwas wärmer.
Entwicklung der Schneelage
Der Reifungsprozess setzt sich fort. Tagsüber reift Schnee an sonnigen Hängen, nachts gefriert er. Nur an steilen Südhängen kann bei starker Belastung eine kleine Nassschneelawine ausgelöst werden. In schattigen Lagen des Hochgebirges bleibt Schnee länger gefroren. Sonntag und Montag bei weniger Sonne ist dieser Tagesprozess weniger ausgeprägt, in vielen Teilen des Hochgebirges reift Schnee tagsüber nicht. Spontanes Lawinenabgehen auch an steilen Südhängen unwahrscheinlich. Morgens Rutschgefahr.
Nächste Mitteilung: Montag, 27. 4. 2020
Quelle: ARSO