25.02.2015
Die Lawinengefahr ist meist 3. Stufe, tiefer wo wenig Neuschnee liegt, 1. Stufe.
In den Bergen ist 10 bis 30 cm Schnee gefallen, am meisten im Hochgebirge der Julischen Alpen. Eine Lawine kann bereits bei geringer Belastung des Schneebretts ausgelöst werden, vor allem auf steileren Hängen und an Stellen mit verharschtem Schnee.
Das Risiko ist höher aufgrund der schlechten Bindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Unterlage und neuem Schnee.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
Am Montag war es meist trocken und ziemlich bewölkt. Tagsüber frischte der Südwestwind auf. Wärmere Luft strömte zu, und dienstags früh lag die Schneefallgrenze bei ca. 1500 m ü. NN. Der Schnee, der am Wochenende gefallen war, verschmolz und setzte sich nur unter der 0-°C-Isotherme schneller ab, im Hochgebirge blieb er trocken und setzte sich nur wenig ab. Dienstags schneite es, die Schneefallgrenze lag zwischen ca. 500 und 900 m ü. NN. Es fielen 10 bis 30 cm Schnee, am meisten im Hochgebirge der Julischen Alpen, aber auch in den östlichen Karawanken und in den Kamnik-Savinja-Alpen bis 20 cm. Es schneite auf den relativ weichen Schnee vom Wochenende, sodass sich eine instabile Schicht auf der älteren, krustigen Unterlage verdickte. Von steilen Hängen rutschten kleine Lawinen ab. Heute ist bewölkt und neblig, gelegentlich nieselt es noch Schnee, besonders im östlichen Teil unserer Berge. Der Ostwind bildet Verwehungen an exponierten Stellen. Die Schneefallgrenze liegt bei ca. 1100 m ü. NN.
Die Schneehöhe ist stark ungleichmäßig. Auf 2500 m ü. NN in den Juliern bis ca. 210 cm Schnee, auf 1500 m bis ca. 130 cm, auf 1000 m 40 bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen etwas weniger Schnee. Maßgebliche Schneedecke reicht meist bis ca. 800 m ü. NN.
AKTUELLER SCHNEEBRETT-ZUSTAND
Das Schneebrett ist meist weich und durchdringt bis zur alten, harten Unterlage. Viele Verwehungen und Platten, die relativ labil sind. Grate sind stark ausgefegt und daher stellenweise hart und vereist.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute bewölkt und neblig, gelegentlich nieselt es noch Schnee besonders im östlichen Teil unserer Berge. Ostwinde wehen, die aber nachlassen und keine großen Verwehungen mehr bilden. Schneefallgrenze bei ca. 1000 m oder etwas höher ü. NN. Morgen scheint gelegentlich die Sonne. Wind schwach. Neuer Schnee taut daher tagsüber besonders an sonnigen Hängen ein und setzt sich ab sowie umwandelt, die Schicht neuen Schnees labilisiert sich mittags und frühabends zusätzlich. In schattigen Lagen wandelt sich neuer Schnee schneller im Mittelland, im Hochgebirge bleibt er trocken bzw. gefroren.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Lawinengefahr hält sich in großen Teilen unserer Berge bis Freitag. Gefährlich bleiben vor allem Nordhänge, besonders Stellen mit verharschtem Schnee. An Südhängen labilisiert sich das Schneebrett zusätzlich gegen Mittag und frühabends durch Sonneneinwirkung, wobei kleine und einzelne mittelgroße Lawinen feuchten Neuschnees spontan abgehen können. Insgesamt wirkt die Sonne günstig auf Umwandlung und Stabilisierung des Schnees auf längere Sicht.
Nächster Bericht erscheint am Freitag, 27.2.2015.
Quelle: ARSO