25.02.2019
Die Lawinengefahr liegt auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala bei Stufe 2 – MÄSSIG.
Hauptproblem: anhäufender Schnee, schwache Schichten
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenlage
Die Lawinengefahr in den Bergen besteht vor allem oberhalb etwa 1400 m MÄSSIG, Stufe 2. Im Hochgebirge gibt es noch Windlager, Platten und weiche Ablagerungen. Besonders gefährdet sind Stellen mit anhäufendem Schnee auf schattigen und steileren Hängen oberhalb der Waldgrenze, dort kann bei stärkerer Belastung der Schneedecke eine Lawine ausgelöst werden. Spontane Lawinenabgänge sind nicht zu erwarten. Durch die Erwärmung wird die Schneedecke auf sonnigen Hängen vom späten Vormittag bis abends etwas labiler, wenn der Schnee bei sonnigem Wetter etwas weich wird, nachts zufriert und sich stabilisiert.
Schneelage
Im Mittelgebirge ist der Schnee gut umgewandelt, im Hochgebirge deutlich schlechter, besonders in Mulden. Die Schneedecke ist meist krustig, stellenweise hart und teils vereist. Nur in geschützten Mulden des Hochgebirges ist sie noch weich. Vor allem im Hochgebirge gibt es Platten und weiche Ablagerungen. An windexponierten Stellen ist der Schnee stark verweht und stellenweise vereist.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute mäßig bis meist bewölkt, Gipfel zeitweise in Wolken. Es weht schwacher bis mäßiger Nordostwind. Die Schneefallgrenze steigt bis abends auf etwa 2200 m. Morgen teilweise klar mit zeitweiser zunehmender Bewölkung. Etwas wärmer. Der Wind frischt tagsüber auf. Mittwoch und Donnerstag meist klar. Der Wind nimmt ab.
Entwicklungstendenz der Schneelage
Die Erwärmung beschleunigt wieder etwas die Umwandlung der Schneedecke, die oberhalb der höchsten Gipfel und in Hochgebirgsmulden meist trocken bleibt, anderweitig tagsüber feucht wird und nachts zufriert. Die Kruste verstärkt sich. Der Wind bildet keine größeren neuen Windlager. Die Lawinenlage ändert sich bis Mitte der Woche nicht wesentlich.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 27. 2. 2019
Quelle: ARSO