26.03.2015
Die Lawinengefahr liegt derzeit meist bei Stufe 3.
Die Schneedecke ist durch Neuschnee und tiefer durch Regen instabil geworden. Instabil ist die Schicht des neuen Schnees auf dem alten, krustigen Untergrund, tiefer unten hat der Regen den alten Schnee durchweicht.
Das Risiko hat zugenommen. Es sind spontane Ausrisse zahlreicher kleiner und einzelner mittelgroßer, möglicherweise auch einzelner großer Neuschneelawinen vor allem auf steileren Hängen zu erwarten. Eine Lawine kann auch bei geringer zusätzlicher Belastung der Schneedecke auf steileren Hängen und an windverfrachteten Stellen leicht ausgelöst werden. Unter ca. 1500 m ist der Schnee durch Regen durchweicht, und von steilen, vor allem grasbewachsenen oder laubbedeckten Hängen können Grundlawinen nassen alten Schnees abgehen.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
Gestern war in den Bergen bewölkt, allmählich traten Niederschläge auf. Die Schneefallgrenze schwankte zwischen ca. 1400 und 1800 m. Bis heute früh fielen 10 bis über 50 cm Schnee, je nach Seehöhe. Mehr Niederschlag gab es in den Julischen Alpen und den westlichen Karawanken. Es schneite auf krustigen Untergrund, weshalb sich der Neuschnee nicht gut mit dem Untergrund verbunden hat. Tiefer unten hat Regen die Schneedecke durchweicht.
Die Schneehöhe ist recht ungleichmäßig. In den Julischen Alpen sind auf 2500 m Seehöhe ca. 230 cm Schnee, auf 1500 m ca. 100 cm. Sonst in unseren Bergen ist weniger Schnee, auf 1500 m ca. 40 cm.
Bemerkenswerte Schneedecke reicht meist bis ca. 1100 m Seehöhe, an Südhängen höher.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist derzeit weich und pulvrig, weniger Neuschnee in den östlichen Karawanken. Unter ca. 1500 m ist der Schnee durchweicht. Viele Verwehungen und Platten.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute bewölkt. Die Niederschläge werden schwächer und setzen an vielen Orten aus. Gelegentlich kann bis morgen früh lokal geringer Niederschlag fallen, morgen früh verstärken sich die Niederschläge etwas von Norden her wieder und betreffen morgen den Großteil Sloweniens. Sie werden voraussichtlich nicht so reichlich sein wie bis heute, nur im Osten etwas mehr als bisher.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Lawinengefahr bleibt bis morgen bei Stufe 3.
Bis morgen sind noch spontane Ausrisse zahlreicher kleiner und einzelner mittelgroßer, möglicherweise auch einzelner großer Neuschneelawinen vor allem auf steileren Hängen zu erwarten. Eine Lawine kann auch bei geringer zusätzlicher Belastung der Schneedecke auf steileren Hängen und an windverfrachteten Stellen leicht ausgelöst werden. Unter ca. 1500 m können von steilen, vor allem grasbewachsenen oder laubbedeckten Hängen Grundlawinen durchweichten alten Schnees abgehen.
Nächster Bericht wird am Freitag, 27.3.2015 nachmittags veröffentlicht.
Quelle: ARSO