26.03.2018
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 26. 3. 2018
Gefahr ist 3. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: schwache Schichten
Gefahrenmuster: Frühlingssituation
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb etwa 1500 m über dem Meeresspiegel meist BEACHTLICH, Stufe 3. Tiefer aufgrund geringerer Schneemengen und bereits stärker umgewandelter Schneedecke MÄSSIG, Stufe 2. Hauptproblem bleibt die schwache Bindung zwischen alter harter Schicht und größeren Mengen neueren, nicht abgesetzten Schnees. Neue Schichten, insbesondere Windschneeverhaue sind durch die Kälte ebenfalls sehr brüchig. Besonders gefährdet sind steile Hänge und Bereiche mit Schneeablagerungen. Dort kann bereits bei geringer Zusatzbelastung der Schneedecke eine Lawine ausgelöst werden. Die Wahrscheinlichkeit spontaner Abreißer steigt tagsüber leicht auf sonnigen Hängen vor allem im Mittelland.
Schneeverhältnisse
Schneedecke in schattigen Lagen meist weich oder vereist. Sonst verkrustet, an windexponierten Stellen ausgefegt. Verhältnisse ändern sich lokal rasch. An sonnigen Lagen wird Schnee tagsüber nass, nachts gefriert er.
Erwartete Wetterentwicklung
Trockenes und relativ kaltes Wetter hält an. Heute hat es sich etwas erwärmt, über null bis etwa 1600 m über dem Meeresspiegel, tiefer bleibt eine Schicht kalter Luft. Morgen wechselnd bewölkt, weniger Sonne als heute und vor allem nachmittags bilden sich kurzzeitige schwache Schneeschauer. Mittwoch mäßig, zeitweise meist bewölkt. Verstärkter Südwestwind. Noch wärmer. Donnerstag bewölkt mit Niederschlag. Schneefallgrenze anfangs bei ca. 1400 m, sinkt dann auf ca. 1000 m über dem Meeresspiegel.
Tendenz der Schneeverhältnisse
Verhältnisse bleiben zumindest lokal recht ungünstig. Durch etwas wärmere Luftmassen verstärkt sich der Einfluss von Tagestau und Nachtfrost. Nachts gefriert der Schnee, tagsüber taut er an, nur in schattigen Hochlagen bleibt Schnee trocken oder vereist. Vor allem an sonnigen Hängen destabilisiert sich die Schneedecke tagsüber. Kruste wird fester. Langfristig wirkt dieses Wetter stabilisierend auf die Schneedecke vor allem im Mittelland. Da jedoch viel Windschnee vorhanden ist und schwache Schichten in der Schneedecke bestehen, wird dieser Prozess langwierig. In Hochtalhängen besteht weiterhin die Möglichkeit, auf steileren Hängen bei geringer Belastung Windschnee und noch unbearbeiteten Schnee abzureißen. Lokal an sonnigen Hängen Risse, die beim Tagestouren Lawinenanrissstellen für Grundlawinen sein können.
Nächste Ausgabe: Mittwoch, 28. 3. 2018
Quelle: ARSO