27.11.2014
Trockenes Wetter setzt sich weitgehend fort. In Höhenlage Temperaturinversion. Zwischen ca. 500 m und 1500 m Schicht mit negativen Temperaturen, darüber bis ca. 2500 m ü. M. Schicht mit positiven Temperaturen. Höhe und Dicke der Schichten haben sich in den letzten zwei Tagen verändert.
In 2500 m ü. M. Schneehöhe ca. 80 cm in den Julischen Alpen und ca. 40 cm anderswo in unseren Bergen. Mit abnehmender Höhe nimmt die Schneehöhe rasch ab, in 1500 m ca. 30 cm in den Julischen Alpen, anderswo weniger.
Die Schneedecke ist an der Oberfläche in Nordhängen meist trocken und weich, an Südhängen und Plateaus meist mit Kruste bedeckt, die menschliches Gewicht nicht trägt. An windexponierten Lagen ist Schnee stark windgepresst. Tagsüber wird Schnee an Südhängen meist weich.
Lawinengefahr meist 1. Stufe.
Die Schneedecke ist grundsätzlich stabil, auch im Hochgebirge zu wenig Schnee und keine alte Basis, die ein Abrutschen neuen Schnees ermöglichen würde.
Nur an steilen Nordhängen im Hochgebirge, wo etwas alter Schnee verblieben ist, kann unter hoher Belastung stellenweise die obere Schneeschicht abrutschen.
Bis Sonntagabend bewölkt und auch neblig. Vor allem im westlichen und südlichen Teil der Julischen Alpen gelegentlich leichte Niederschläge. Schneefallgrenze ziemlich hoch, meist über ca. 2100 m.
Sonntagabend verstärken sich die Niederschläge und bis Montagmorgen sinkt die Schneefallgrenze unter 1000 m, in den Bergen können 10 bis über 20 cm Schnee fallen, in den westlichen Julischen Alpen noch mehr.
Es schneit auf teilweise krustigem Untergrund, weshalb das Lawinenrisiko vor allem in den Julischen Alpen bis Montagmorgen leicht ansteigt.
Nächster Bericht erscheint am Montag, 1.12.2014.
Allgemeine Lawinengefahr 1. Stufe nach europäischer Fünfstufen-Skala.
Quelle: ARSO