27.12.2019
Gefahr ist Stufe 3 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - BEACHTLICH.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Die Lawinengefahr ist derzeit im Hochgebirge oberhalb ca. 1800 m in den Julischen Alpen BEACHTLICH, Stufe 3, anderswo oberhalb 2000 m MODERAT, Stufe 2, tiefer in der Regel GERING, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steilere sowie mittelsteile Hänge, auf denen oberhalb 1800 m kleine und einzelne mittelgroße Plattenlawinen spontan abgehen können; eine Plattenlawine kann bereits bei geringer Belastung der Schneedecke an Stellen mit Windschnee ausgelöst werden, die vor allem an den östlichen und südlichen Seiten von Graten und Sätteln zahlreich sind. Unter ca. 1800 m liegt deutlich weniger Schnee, er ist relativ gut mit dem Untergrund verbunden, weshalb die Schneedecke dort meist stabil ist. Weniger Schnee liegt auch in den östlichen Karawanken.
Schneelage
Die Schneedecke ist im Hochgebirge meist weich, an windexponierten Stellen vor allem krustig. Dort ist der Schnee stark windgepresst, es gibt viele Windfluchten. Oberhalb ca. 1500 m ist der Schnee trocken oder vereist, tiefer morgens vereist, tagsüber bildet sich an sonnigen Stellen Kruste.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute mäßig bis meist bewölkt, nachmittags können einige Gipfel in Wolken sein. Es weht schwacher Nordwestwind. Schneehöhe um 1300 m. Morgen teilweise klar mit zeitweise mäßiger Bewölkung. Es weht starker Nord- bis Nordostwind. Schneehöhe um 900 m. Sonntag und Montag meist klar. Meist starker Nordwind, der am Montag nachlässt. Temperatur in Hügeln und Bergen unter null.
Entwicklung der Schneelage
Die Schneedecke wird sich nur langsam setzen und umbilden. Der Wind wird Schnee verwehen und neue Windfluchten bilden. Es gibt viele Platten, weshalb die Möglichkeit, eine Plattenlawine auf ausreichend steilen Hängen und an Stellen mit Windschnee auszulösen, BEACHTLICH bleibt.
Nächste Ausgabe: Montag, 30.12.2019
Quelle: ARSO