27.02.2015
Die Lawinengefahr ist meist 2. Stufe, tiefer, meist unterhalb der Waldgrenze, 1. Stufe.
In den Bergen war es trocken und am Donnerstag recht sonnig. Die Schneedecke hat sich umgewandelt, besonders auf sonnseitigen Hängen. Eine Lawine kann man bei stärkerer Belastung der Schneedecke vor allem auf steileren Hängen und Stellen mit windtransportiertem Schnee auslösen.
Das Risiko besteht weiterhin hauptsächlich durch schlechte Bindung zwischen alter, krustiger und teils vereister Unterlage und oberem Schicht neueren Schnees.
SCHNEEVERHÄLTNISSE
Mittwoch war es ziemlich bewölkt und größtenteils trocken. Der Ostwind hat nachgelassen und keine größeren neuen Verwehungen mehr gebildet. Die Schneedecke hat sich langsam umgewandelt, auf sonnigen Hängen bildete sich Kruste.
Die Schneehöhe ist ziemlich ungleichmäßig. In 2500 m Seehöhe in den Julischen Alpen bis ca. 210 cm Schnee, in 1500 m bis ca. 130 cm, in 1000 m von 40 bis ca. 80 cm. Sonst in unseren Bergen etwas weniger Schnee. Bemerkenswerte Schneedecke reicht meist bis ca. 800 m Seehöhe, in Tälern und Gräben noch tiefer.
AKTUELLER SCHNEEZUSTAND
Die Schneedecke ist weich und setzt bis zur alten harten Unterlage ein, Kruste hat sich aber bereits durch tagsüberliches Erwärmen und nächtliches Einfrieren auf sonnseitigen Hängen und stellenweise auf Ebenen gebildet. Viele Verwehungen und Platten sind noch relativ instabil. Grate und windexponierte Lagen sind stark vereist und daher stellenweise hart und vereist, teils auch kahl.
ERWARTETE WETTERENTWICKLUNG
Heute sonnig, Nullgradgrenze anfangs bei ca. 900 m Seehöhe, tagsüber etwas höher. Kein starker Wind. Morgen teilweise klar mit zeitweiliger zunehmender Bewölkung. Ähnlich am Sonntag, bewölkter in den Hügeln Nordprimorskas und Notranjske sowie in den Julischen Alpen und westlichen Karawanken. Sonntag verstärkt sich der Südwestwind. Bis Montagmorgen keine nennenswerten Niederschläge im Westen.
ENTWICKLUNGSTENDENZ DER SCHNEEVERHÄLTNISSE
Die Lawinengefahr hält sich im Großteil unserer Berge. Gefährlicher bleiben vor allem Nordhänge, insbesondere Stellen mit windtransportiertem Schnee. Auf Südhängen nässt die Schneedecke tagsüber ein und friert nachts zu, stabilisiert sich dadurch langsam. Da aber am Wochenende kein ausgeprägtes Sonnwetter zu erwarten ist, ist der Sonneneinfluss geringer, daher tagsüber keine stärkere Instabilisation auf sonnseitigen Hängen. Spontane Lawinen größtenteils nicht zu erwarten, außer kleine Abgänge von steilen Hängen.
Nächster Bericht erscheint am Montag, 2.3.2015.
Quelle: ARSO