27.02.2023
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 27. 2. 2023
Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: Kaltes Wetter, schlecht verbackener Neuschnee mit Wind
Risikobewertung
Lawinengefahr oberhalb ca. 1500 m MÄSSIG, Stufe 2, tiefer LOW, Stufe 1. Besonders gefährdet sind steilere Hänge mit Windschnee, wo schon bei geringer Zusatzbelastung Plattenlawinen ausgelöst werden können. Spontane Lawinen unwahrscheinlich. Wind transportiert noch Schnee und bildet Verwehungen an West- und Südseiten von Graten und Sätteln. Windexponierte Lagen sind bis zur alten, vereisten Basis abgetragen, dort besteht Abrutschgefahr.
Schneelage
Bei starker Abkühlung blieb Neuschnee trocken, Wind verweht ihn zu Verwehungen. Altschnee ist vereist, meist aber mit etwas Neuschnee bedeckt. Schnee ist leicht und weich, ältere Basis ohne Neuschnee hart und vereist. Viele Verwehungen, neue kleinere Überhänge gebildet. Schneehöhe stark ungleichmäßig, ebenso Neuschneemenge.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute, Montag, meist bewölkt, stellenweise in den Bergen neblig. Nur in den westlichen Julischen Alpen kann nachmittags gelegentlich die Sonne durchscheinen. Schwacher bis mäßiger Nordostwind. Temperaturen unter null. Auch morgen ähnliches Wetter, Wind schwächer. Mittwoch vormittags stellenweise teilweise klar, tagsüber allmählich von Süden bewölkt. Abends stellenweise leichter Schneefall. Ostwind mäßigt sich etwas. Nullgradgrenze steigt auf ca. 900 m. Donnerstag bewölkt und stellenweise neblig, meist trocken. Wind wieder etwas abgeschwächt.
Tendenz der Schneelage
Schneehänge und Lawinenlage ändern sich durch überwiegend bewölktes und kaltes Wetter kaum. Wind verweht noch Schnee, aber keine großen neuen Verwehungen. Schnee bleibt trocken und weich, nur leicht Setzung. Durch niedrige Temperaturen kann in Kaltluchten Grundschneereif entstehen, was eine schwache Schicht im Schneeprofil bedeutet.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 2. 3. 2023
Quelle: ARSO