28.11.2016
Allgemeine Gefahrenstufe - Montag, 28.11.2016
Gefahr ist Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem: Windschnee
Gefahrenmuster: vn4 Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Risikobewertung
Lawinenrisiko im Hochgebirge oberhalb ca. 2200 m ü. NN ist MÄSSIG, Stufe 2. Sonstiges Gefahren MA Klein. Besonders gefährdet sind Windschnee-Auffangbereiche und steile Hänge, wo Lawinen ausgelöst werden können. Grate sind stark ausgefegt und stellenweise vereist.
Schneelage
In der Nacht zum heutigen Tag kam mit der Kaltfront lokal Niederschlag. Beim Abkühlen sank die Schneehöhengrenze, unter ca. 1300 m schneite es jedoch meist nicht. Am meisten Schnee fiel im Gebiet der östlichen Julischen Alpen, 5 bis ca. 15 cm. Sonst gab es fast keinen Niederschlag oder es regnete noch. Nordwind transportierte Neuschnee in Verwehungen. Altschnee ist vereist, Neuschnee trocken und weich. Bindung zwischen Alt- und Neuschnee schwach. In 2500 m Höhe in den Julischen Alpen bis ca. 130 cm Schnee, in 1500 m bis ca. 15 cm. Sonst in unseren Bergen etwas mehr Schnee nur auf Gipfeln oberhalb ca. 2000 m ü. NN. Erhebliche Schneebedeckung meist oberhalb ca. 2000 m, nur in den östlichen Julischen Alpen reicht Schnee bis ca. 1200 m.
Erwartete Wetterentwicklung
Heute Aufklarung, tiefhängende Wolken halten sich am längsten in Mittelslowenien und gegen Gorenjska. Böiger Nord- bis Nordostwind. Temperatur in den Bergen unter null, in 1500 m Höhe nachmittags ca. -10 °C. Morgen klar, Wind tagsüber etwas nachlassend. In Höhen strömt bereits etwas weniger kalte Luft zu. Temperatur sonst noch überall in den Bergen unter null, in 1500 m nachmittags ca. -5 °C. Mittwoch anfangs dunstige Bewölkung, die sich nachmittags langsam verdichtet. Wind dreht auf Nordwest und frisch wieder auf, vor allem im Hochgebirge. Wärmer, Schneematschgrenze nachmittags bei ca. 1700 m ü. NN.
Tendenz der Schneelage
Lawinengefahr hauptsächlich im Gebiet der östlichen Julischen Alpen, wo es schneite, MÄSSIG, Stufe 2, sonst MA Klein. Heute und morgen bleibt Schnee durch niedrige Temperaturen vereist, wo etwas fiel, weich und pulvrig. Nordwind führt im Schneeraum noch Schnee zu. Dort entstehen auf Südseiten Platten. Sonst verstärkt sich die Oberkruste, Oberfläche vereist stellenweise. Gefährlich Windschnee auf ausreichend steilen Hängen, wo bei stärkerer Belastung Plattenlawinen abrissen können. Alte Schneedecke vereist und daher relativ stabil. Besonders an Windschnee-Gefahr von Gleitschneelawinen. Mittwoch und Donnerstag labiliert die Schneedecke vorübergehend durch Erwärmung.
Allgemeine Lawinengefahr Stufe 2 auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala.
Nächste Ausgabe: Donnerstag, 1.12.2016
Quelle: ARSO