28.11.2018
Die Lawinengefahr beträgt 2. Stufe auf der europäischen Fünf-Stufen-Skala - MÄSSIG.
Hauptproblem:
Gefahrenmuster: Abkühlung nach warmem Wetter / Erwärmung nach Frost
Gefahrenbewertung
Lawinengefahr im Hochgebirge der Julischen Alpen und zentralen Karawanken oberhalb ca. 1800 m MÄSSIG, Stufe 2, anderswo in unseren Bergen GERING, Stufe 1. Oberhalb ca. 1800 m ü. M. ist der Schnee besonders an Stellen mit windverfrachtetem Schnee weniger stabil. Vor allem auf steileren Hängen können Sie an Stellen mit windverfrachtetem Schnee kleine Lawinen auslösen. Sonst ist die Schneedecke meist stabil.
Schneelage
Aufgrund niedriger Temperaturen ist der Schnee trocken und pudrig geblieben. Nord- und Nordostwind verfrachtet ihn in Windkissen. Mehr Schnee gibt es im westlichen Teil unserer Berge oberhalb ca. 1800 m ü. M., tiefer und anderswo in unseren Bergen weniger Schnee. Gefährlicher sind Stellen mit windverfrachtetem Schnee, wo auf steilen Hängen bei Belastung die Schneedecke abrutschen kann. Windexponierte Lagen sind stark ausgefegt, oft bis zum blanken Untergrund.
Erwartete Wettersituation
In den nächsten Tagen trockenes Wetter. Heute teilweise klar, noch etwas, vor allem cirriforme Bewölkung. Mäßiger Nord- bis Nordostwind, der tagsüber nachlässt. Temperaturen unter null. Morgen meist klar, schwacher Wind aus Süd- oder Südost- bis Südwestrichtung. Wärmere Luft strömt zu, es kommt zu einer Temperaturumkehr. So liegt zwischen ca. 1600 und 2100 m die Temperatur um 0 °C oder leicht darüber. Luft trocken. Am Freitag immer mehr cirriforme Bewölkung am Himmel, die sich rasch verdichtet, sodass die Sonne schwach ist. Schwacher Süd- bis Südwestwind, nachmittags etwas stärker. Temperaturverhältnisse ähnlich wie donnerstags.
Tendenz der Schneelage
Die Schneedecke wird sich durch allmähliches Auftauen zwar zu verändern beginnen, aber durch die trockene Luft wird der Prozess langsam verlaufen. Wind wird vor allem im Hochgebirge Schnee in Windkissen verfrachten. Die Schneedecke stabilisiert sich langsam auch höher.
Nächste Ausgabe: Freitag, 30. 11. 2018
Quelle: ARSO